Frankfurter stehen sich selbst im Weg

von Gregor Menz

 

Das von vielen Handballfans der Region mit Spannung erwartete Derby zwischen dem HSC 2000 Frankfurt und der HSG Schlaubetal-Odervorland war von vielen technischen Unzulänglichkeiten geprägt. Dieses Manko wurde allerdings durch zwei aufopferungsvoll kämpfende Mannschaften, einem engen Spielverlauf und einem fulminanten Finale mehr als wettgemacht. Am Ende hatten die Gäste aus Müllrose mit 24:23 auch aufgrund besserer Nerven die Nase leicht vorn.

 

Dabei war die Chance gegen die in der Tabelle deutlich besser platzierten Nachbarn die Punkte in der eigenen Halle zu behalten, für den HSC wohl nie größer als an diesem Tag. Die Männer aus dem Schlaubetal mussten auf zwei Schlüsselspieler verzichten während die Gastgeber fast mit optimaler Besetzung ins Spiel gingen. Entsprechend verlief auch der Beginn der Partie. 3:0 legte der HSC vor und schien gut ins Spiel zu finden. Postwendend musste die Mannschaft aber die Antwort in Form eine 5:0-Laufs des Gegners hinnehmen. Ausschlaggebend waren viele auffällig schwache Torwürfe, die zum Teil ohne Vorbereitung erfolgten. Auch die Anspiele an den Kreis brachten nicht den gewohnten Erfolg. Dennoch konnten sich beide Mannschaften in das Spiel emotional hineinsteigern. Es ging hin und her und für die 220 Zuschauer gab es einen hohen Unterhaltungswert. Zum Pausenpfiff hieß es 12:11 für die HSG.

 

Wir haben das Spiel heute auf jeden Fall in der ersten Halbzeit verloren,“ konstatierte Christian Wessely „wir hatten vielfach alles im Griff und haben uns dann mit schwachen Abschlüssen um den Lohn gebracht. Eigentlich müssen wir mit einer Führung in die Halbzeit gehen. Auch am Ende läuft es zu unseren Gunsten. Wir kommen in einen guten Lauf, holen vier Tore auf und schaffen es dann aber nicht, den Sack zuzumachen. Wir haben uns selbst geschlagen.“

 

Tatsächlich blieb das Spiel weiterhin spannend. Die Gäste konnten sich zwar zunächst bis zur Mitte der zweiten Spielhälfte einen Vorsprung von vier Toren erarbeiten, diesen egalisierten die Oderstädter aber innerhalb weniger Minuten und hatten dann alle Möglichkeiten das Spiel zu entscheiden. Ausgerechnet von der Siebenmeterlinie blieben aber die entscheidenden Torgelegenheiten ungenutzt. Gleich viermal vergab die Heimmannschaft in einer ihrer Paradedisziplinen. Zwar ließ auch die HSG zwei Siebenmeter ungenutzt, verwandelte aber jeweils den Nachwurf. Auch in den furiosen finalen Minuten der Partie standen Strafwürfe im Zentrum des Geschehens. Beim Stand von 23:23 mit nur 40. Sekunden auf der Uhr bekam die Sieben von Trainer Michael Stalla einen fragwürdigen Strafwurf zugesprochen. Dieser konnte zwar vom Frankfurter Schlussmann abgewehrt werden, allerdings fand der Abpraller den freistehenden Daniel Heine, welcher sicher zur Führung traf. Im Gegenzug verhinderte ein Gästespieler den schnellen Anwurf des HSC regelwidrig. In der Folge gab es rot für den Spieler und Strafwurf und somit eine letzte Gelegenheit für die Kleiststädter wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Der anschließende Wurf fand sein Ziel nicht und daher endete das Spiel mit 24:23 zugunsten des Favoriten.

 

Nachdem die Mannschaft nun die erste Heimpleite hat hinnehmen müssen, folgt in der nächsten Woche das letzte Punktspiel in diesem Jahr. Gegen den HV Calau will die Mannschaft dann wenigsten auch die ersten Auswärtspunkte einfahren. Wie erfolgreich dieses Unterfangen sein wird, hängt dabei sicherlich auch davon ab, mit welcher Zusammenstellung an Spieler man dem Tabellenvorletzten entgegentritt.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamzent (T); Chris Junghanns (1), Rico Rohde (1), Heiko Wessely, Christian Wessely (3), Pascal Korau (4), Matthias Richter (1), Krysztof Stupinski (2), Philipp Köppe (9), Ryszard Patalas (1), Damian Stasiek (1), Julius Karney, Christian Graf

 

Trainer: Reginal Lorenz, Mirko Lange

 

Zeitstrafen: HSC 2000 4 / HSG 5 (1* direkt rot) / Siebenmeter: HSC 2000: 4/8; HSG 3/5

 

Torfilm: 3:0; 3:5; 6:6; 8:6; 8:8; 8:10; 9:12; 11:12 / 12:12; 15:16; 15:19; 17:21; 21:21; 21:23; 23:23; 23:24

Auswärtssieg im letzten Saisonspiel 

von Gregor Menz

 

Bester Laune aber mit nur acht Mann traten die Männer des HSC 2000 Frankfurt die recht lange Auswärtsfahrt zum SV Blau-Weiß Perleberg an. Für beide Mannschaften ging es in diesem letzten Saisonspiel um nichts mehr. Die Frankfurter standen auf einem ordentlichen siebenten Tabellenrang, während der Gegner bereits als Vorletzter feststehend, den Abstieg vor Augen hatte. Natürlich wollten sich die Mannschaften dennoch gut aus der Spielzeit verabschieden, was den Gästen mit einem souveränen 27:32-Erfolg auch gelang. Für zwei Spieler war es zudem der letzte Auftritt im Trikot der Oderstädter, sowohl Rückraumschütze Björn Bischof als auch der junge Außen Paul Witschorke verlassen den Verein berufs- bzw. ausbildungsbedingt und zeigten im letzten Spiel noch einmal ihr Können.

 

Die Gastgeber konnten im ersten Viertel der Partie zunächst immer ein bis zwei Tore vorlegen. Insbesondere über den starken Mirko Helmdach, der insgesamt 13mal traf, versuchten sie das Spiel zu ihren Gunsten zu kippen. Von diesen Versuchen unbeeindruckt, gelang dem HSC kurz vor der Pause dann aber über einige erfolgreiche Gegenstöße sogar noch die Pausenführung. Mit einem 14:15 ging es in die Kabinen. Der Unterschied lag vor allem darin, dass es beide Mannschaften zwar verstanden kämpferische Akzente zu setzen, die Frankfurter aber den Ball etwas besser laufen ließen und etwas kreativer vor dem gegnerischen Tor agierten.

 

Diese Lust am Handballspielen zeigten die Gäste dann auch in Hälfte zwei, in der den Spielern des HSC phasenweise alles gelang. Dreher, Heber, Gegenstöße und Fernwürfe fanden allesamt, selbst aus schlechten Winkeln und als Trickwurf angesetzt, ihr Ziel. Höhepunkt dabei war sicherlich ein Dreher von Chris Junghanns, welcher fast aus der Ecke des Spielfelds über den langen Pfosten seinen Weg ins Tor fand. Alle Spieler hatten ihren Anteil am Erfolg. Hervorzuheben ist aber sicherlich auch Pascal Korau, der mit neun Treffern, die meisten Tore seines Teams markierte. In Hälfte zwei passte einfach vieles und so setzte sich die Gastmannschaft mit einer dominanten Spielweise nach und nach ab. Zwischenzeitlich betrug die Führung sogar sieben Zähler beim Zwischenstand von 23:30. Erst eine Umstellung des Gegners auf eine Manndeckung gegen Björn Bischof vermochte den Lauf der Ostbrandenburger etwas zu stoppen. Die Hausherren kamen nochmals etwas dichter heran, konnten aber keine Wende mehr erzwingen. Zum Schluss wurde das Ergebnis dann verwaltet und daher endete das Spiel leistungsgerecht mit 27:32.

 

Rico Rohde, der sieben Tore zum Sieg der Mannschaft beisteuerte, fasste die Fahrt so zusammen: „Das war für uns eine tolle Abschlusstour auch mit den Jungs, die uns verlassen werden. Tolle Stimmung und ein gutes Spiel. Das sollte Mannschaftssport sein. Nur Schade, dass krankheitsbedingt nur so wenige von uns mitgefahren sind. Ich bin gespannt wie sich das in der neuen Saison dann entwickelt.“

 

Tatsächlich steht der HSC 2000 Frankfurt in den Wochen vor der neuen Spielzeit wieder einmal vor großen Aufgaben. Die Mannschaft muss weiter verjüngt und umstrukturiert werden und es gilt einige Leistungsträger zu ersetzen. Es wird für alle Beteiligten daher interessant wie genau es weitergeht.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Sven Adamzent (T); Pascal Korau (9), Paul Witschorke (4), Björn Bischof (7), Ryszard Patalas (2), Chris Junghanns (2), Christian Graf (1), Rico Rohde (7)

 

Trainer: Jochen Pietzsch (krankheitsbedingt aber nicht dabei)

 

Zeitstrafen: HSC 3; SV BW 6

 

Torfilm: 0:1; 3:3; 7:5; 10:8; 11:11; 13:13; 14:15 / 15:17; 16:19; 17:21; 22:23; 23:30; 27:30; 27:32

Punkteteilung im Derby (17.04.2016)

von Gregor Menz

 

Die 350 Zuschauer in der Sabinushalle, bestehend aus vielen Handballfreunden der gesamten Region, konnten nach dem Nachbarschaftsduell zwischen dem HSC 2000 Frankfurt und der HSG Schlaubetal-Odervorland zufrieden den Heimweg antreten. Das Spiel bot zwar lediglich ein torarmes 17:17-Ergebnis, lieferte dafür aber auch viele Emotionen und Spannung bis zum Schlusspfiff. Das Resultat reflektiert den Spielverlauf dabei sehr gut wieder. Starke Abwehrreihen und überzeugende Torhüterleistungen dominierten die Partie und beide Mannschaften hatten jeweils eine Hälfte lang die Nase leicht vorn. Für die Frankfurter fühlte es sich nach einer starken zweiten Hälfte dennoch so an, als wäre man dem zweiten Punkt etwas näher gewesen als der Gegner. Ein Fazit, dass angesichts der unterschiedlichen Tabellenkonstellation (HSG mit Rang drei / HSC zuvor auf sieben) dann doch überrascht, insbesondere da die Heimmannschaft aufgrund zahlreicher Ausfälle ohne Rückraumspieler agieren musste.

 

Von Beginn an wurde deutlich, dass an dem Tag von keiner der beiden Mannschaften ein Torfestival zu erwarten sein würde. Die Kluft zwischen den Leistungen im Angriff und in der Abwehr war einfach zu groß. Während hinten sicher und robust agiert wurde, unterliefen vorne viele leichte Fehler. Die Ballgewinne in der Deckung konnten allerdings häufig genug auch nicht zielführend in Gegenstöße umgesetzt werden. Schlechte Pässe und unkonzentrierte Abschlüsse gab es zuhauf. Trotzdem war das Spielniveau kein schlechtes, denn die Fehler wurden oft genug durch aggressives Andecken und konsequentes Zurücklaufen vom jeweiligen Gegner erzwungen und es gab viele intensive aber auch faire Zweikämpfe zu sehen. Zum Ende der ersten 30 Minuten hatten sich die Gäste etwas besser auf die Situation eingestellt und konnten erstmalig einen drei Tore-Vorsprung erzielen (6:9). Folgerichtig war der HSG auch eine 7:9-Halbzeitführung vergönnt.

 

Wir wussten, dass wir das Spiel eng halten mussten und die Schlaubetaler nicht in ihr Gegenstoßspiel kommen durften.“ erklärte Trainer Pietzsch die taktische Marschrichtung seiner Mannschaft für die zweite Hälfte, „Stattdessen wollten wir über kurzes Anstoßen mit unseren starken Eins-Eins-Spielern direkt Druck erzeugen und so schnell wieder den Anschluss finden. Wenn wir dranblieben, würde sich unsere Chance ergeben.“ Der Plan ging direkt auf und in den ersten Minuten nach der Pause konnten die Frankfurter einen überfallartigen 4:0-Lauf (11:9) vorlegen und so den Grundstein für den späteren Punktgewinn legen. Was folgte war ein Hin und Her indem es die Sieben von Trainer Pietzsch mehrfach versäumte sich vorentscheidend abzusetzen. Dazu trug allerdings auch die einseitige Schiedsrichterleistung bei. Unrühmlicher Höhepunkt war dabei die Disqualifikation des Heimtrainers Jochen Pietzsch kurz vor dem Spielende für eine Nichtigkeit.

 

Für besondere Spannung sorgten zum Schluss noch mehre Siebenmeterduelle. Von drei zugesprochenen Strafwürfen in den letzten Minuten konnten die Männer von der Schlaube aber nur noch einen zum 17:17-Endstand verwandeln. Mit etwa 30 Sekunden auf der Uhr hätten anschließend noch beide Mannschaften siegen können. Die Frankfurter gingen indes kein Risiko mehr ein und freuten sich stattdessen lautstark mit Ihren vielen Anhängern, Freunden und Verwandten über den unverhofften Punktgewinn.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamzent (T); Lars Kleedehn (T); Pascal Korau (2), Paul Witschorke (4), Ryszard Patalas, Kai Herrmann (4), Christian Graf, Rico Rohde (2), Christian Wessely (3), Heiko Wessely, Olek Woiciech, Matthias Richter (2)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

Mannschaftsbetreuer: Mirko Lange

 

Zeitstrafen: HSC (4/1x gg. die Bank) (1x rot gg. die Bank); HSG 2 / Siebenmeter: HSC: 3/3; HSG 3/6

 

Torfilm: 0:2; 2:2; 2:4; 4:6; 6:7; 7:9 / 9:9; 11:9; 12:10; 13:13; 16:14; 17:15; 17:17

HSC verschenkt Punkte zu Hause (3.4.2016)

Gregor Menz

 

Die Frankfurter Handballer konnten, in veränderter Besetzung, die mit einem Überraschungserfolg belohnte Leistung gegen die Bad Freienwalder am vorherigen Spieltag nicht bestätigen. Mit einer sehr unkonzentrierten Vorstellung unterlag der HSC 2000 Frankfurt gegen die Reserve des Grünheider SV verdient mit 25:28. Lediglich im letzten Drittel der Partie zeigte die Mannschaft Ansätze ihres handballerischen Vermögens, konnte das Spiel aufgrund eines zu hohen Rückstands von neun Toren aber nicht mehr wenden.

 

Der Kapitän der Mannschaft, Christian Wessely ging mit seiner Truppe hart ins Gericht: „Heute waren wir einfach ganz schwach. Es hat ja lange Zeit vor allem im Angriff überhaupt nicht gepasst. Eine Mannschaft die fast 20 beste Chance vergibt, kann in der Verbandsliga kein Spiel gewinnen.“ Damit war das Problem auf den Punkt beschrieben, bereits in der ersten Viertelstunde konnten gleich mehrere Gegenstöße nicht im Tor des Gegners untergebracht werden und das sollte sich auch wie ein roter Faden durch die 6 Minuten ziehen. Bis zum Stand von 6:7 blieb es dennoch zunächst eng. Dabei sah es sogar so aus, als könnten die Oderstädter das Spiel in den Griff bekommen. Ein wichtiger Rückraumschütze der Grünheider sah bereits früh die rote Karte nach einem unnötigen Schlag. Dies schien aber vor allem die Randberliner zu beflügeln, konnten sie sich doch anschließend auf sechs Tore Vorsprung absetzen. Ein letztes Aufbäumen vor der Pause sorgte dann für den 11:14 Zwischenstand.

 

Den Beginn von Hälfte zwei verschliefen die Hausherren dann allerdings vollständig. Den Grünheidern gelangen direkt sechs Treffer in Folge und damit die Vorentscheidung. In der 46ten Minute hatte dieser Vorsprung von neun Toren immer noch Bestand ehe sich die Auswahl von Trainer Pietzsch nochmals ins Zeug legt und eine Aufholjagd startete. Ab diesem Zeitpunkt wurde deutlich, dass die Heimmannschaft sich in diesem Spiel bisher unter Wert verkauft hatte, da die Zweite des SV aber in entscheiden Momenten immer wieder doch noch ein Tor erzielen konnte, blieb am Ende nur die verdiente wie unnötige 25:28- Niederlage.

 

Mir war schon vorher klar, dass das heute schwer werden würde. In den letzten zwei Wochen hatte ich kaum Spieler beim Training und einige wichtige Akteure werden wohl bis zum Ende der Saison fehlen. Viele bei uns sind eben nicht mehr die Jüngsten und haben andere Prämissen, da kann so etwas eben vorkommen und ganz ohne Vorbereitung geht es eben nicht.“ meinte Trainer Pietzsch, um dann aber kritischer nachzuschieben: „Dass die Leistung dann aber dermaßen schwach ist, passt mir natürlich dennoch überhaupt nicht. Eine andere Einstellung erwarte ich zu Hause schon.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamzent (T); Lars Kleedehn (T); Pascal Korau (3), Paul Witschorke, Ryszard Patalas, Chris Junghanns (3), Kai Herrmann (10), Christian Graf, Rico Rohde (3), Christian Wessely (3), Heiko Wessely, Matthias Richter (3), Olek Woiciech

 

Trainer: Jochen Pietzsch Mannschaftsbetreuer: Mirko Lange

 

Zeitstrafen: HSC 8 (1* rot); SV II 6 (1* rot direkt) / Siebenmeter: HSC: 4/7; SV II 3/6

 

Torfilm: 0:1; 3:3; 5:6; 7:12; 8:14; 11:14/ 11:20; 14:21; 17:22; 18:24; 20:26; 23:27; 25:28

HSC mit Überraschungssieg gegen Tabellenführer (19.03.2016)

von Gregor Menz

 

Wir hatten uns vorgenommen ein gutes Spiel zu zeigen und uns nicht aus der stimmungsvollen Kurstadt-Halle fegen zu lassen. Mit einem Sieg gegen die bis dato verlustpunktfreien Freienwalder haben wir zugegeben nicht gerechnet.“ räumte der an diesem Tag überragend haltende Torhüter des HSC 2000 Frankfurt, Sven Adamszent, ein. Im Spiel zeigten sich die Gäste dann allerdings weniger bescheiden. Angesteckt von einem fulminanten Kai Herrmann liefen sämtliche Akteure des HSC zur Höchstform auf und boten dem Aufstiegsaspiranten Nr. 1 mehr als nur einen guten Kampf. Die Pietzsch-Truppe erarbeitete sich mit einer starken Abwehr sogar leichte Vorteile und siegte am Ende verdient mit 35:38.

 

Die Frankfurter fanden direkt gut ins Spiel und legten ein 4:1 vor. Sie erstickten damit direkt sämtliche Hoffnungen des zahlreich erschienen und lautstarken Freienwalder Anhangs auf einen leichten Erfolg. Die Jahn-Sportler konnten aber den Anschluss finden und es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Ein schnelles und für eine Verbandsliga hervorragendes Handballspiel entspann sich. Nach umkämpften ersten zwanzig Minuten legten die Männer des HSC nochmal drei Tore zum 10:13 vor. Ein Zustand der den Kurstädtern in dieser Saison noch nicht allzu häufig wiederfahren war. Normalerweise dominierte der Ligaprimus seine Heimspiele und konnte nach einem Rückstand teilweise deutlich zurückkommen. Auch diesmal folgte eine kurze Aufholjagd. Sie basierte aber eher darauf, dass die Kleiststädter kurz vor der Pause etwas Angst vor der eigenen Courage bekamen und eine kurze Schwächephase mit kleinen Aussetzern den Ausgleich über drei Gegenstöße zum 13:13 ermöglichte. Erst Kai Herrmann stellte mit einem sehenswerten Solo den alten Focus wieder her und besorgte die verdiente aber überraschende 14:13-Pausenführung.

 

In der Pause gab es klare und auch laute Ansagen. So wie die Partie lief, war die kleine Sensation möglich. Ich musste nur dafür sorgen, dass auch die Spieler dran glaubten und wir nicht plötzlich anfangen würden, zu viel nachzudenken und Fehler zu machen.“ rekapitulierte Trainer Pietzsch seine Ansprache. Offensichtlich trug die kurze Rede Früchte. In der zweiten Hälfte waren die Gäste sogar lange Zeit die etwas bessere Mannschaft. Schnell konnten sie den alten Abstand von drei Toren wiederherstellen und sich dann sogar immer weiter absetzen. Zehn Minuten vor dem Ende war der Vorsprung sogar auf sieben Zähler angewachsen. Die Jahn-Sportler versuchten nun noch einmal alles um den Abstand zu verkürzen und die jetzt etwas zittrigen Knie der Frankfurter zu einer Wende zu nutzen. An diesem Tag hatte der Tabellensechste aber auch in der entscheidenden Phase und wenn es kritisch zu werden drohte, eine Antwort in Form eines Tores parat und konnte sich daher auch nach einer aufreibenden Schlussphase mit einem 38:35-Sieg belohnen.

 

Ein überragend starkes Spiel von uns heute. Schon auf der Hinfahrt hatten wir alle total Bock auf diesen Kampf und waren hochmotiviert. Wenn wir jedes Mal so zu den Auswärtsspielen fahren würden, dann hätten wir sicher schon mehr als die drei Auswärtssiege geholt. Ich hoffe, wir können diese Energie mit in die letzten Spiele nehmen und noch weitere Überraschungen landen.“ freute sich der zehnfache Torschütze und Rückraumspieler, Björn Bischof über das Ergebnis. Viel leichter wird es jedenfalls nicht. Mit Lychen und Schlaubetal stehen noch weitere Spitzenmannschaften der Liga im Restprogramm des HSC und auch gegen Grünheide und Perleberg ist mit spannenden Begegnungen zu rechnen.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamszent (T); Lars Kleedehn (T); Pascal Korau (5), Paul Witschorke (10), Björn Bischof (10), Ryszard Patalas (2), Chris Junghanns (1), Kai Herrmann (7), Christian Graf (2), Sebastian Bähr (1), Rico Rohde

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: HSC 3; SV Jahn 6 / Siebenmeter: HSC: 5/7; SV Jahn 5/5

 

Torfilm: 0:1; 1:4; 5:5; 9:9; 9:12; 13:13; 13:14/ 14:14; 15:18; 16:20; 19:22; 19:24; 20:26; 23:30; 28:33; 33:36; 35:38

Frankfurter bewahren sich gute Heimform (13.03.2016)

von Gregor Menz

 

Gegen die in der Liga abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz verharrende Reserve des 1. SV Eberswalde konnten die Handballer des HSC 2000 Frankfurt erneut einen überzeugenden Heimsieg einfahren. Mit einem deutlichen 33:20-Ergebnis endete eine sehr einseitige Partie verdient deutlich zugunsten der Gastgeber, die sogar auf einige ihrer Leistungsträger wie Robert Karney und Matthias Richter verletzungsbedingt verzichten mussten. Die mit nur neun Spielern angereisten Gäste kämpften zwar bis zum Ende um ein besseres Ergebnis, mussten sich aber vor allen Dingen aufgrund ihrer schwachen Offensive, welche im Prinzip aus nur zwei Spielern bestand, derart deutlich geschlagen geben.

 

Nur in den ersten zehn Minuten bekamen die gut 100 Zuschauer in der Sabinushalle eine ausgeglichene Begegnung geboten. Bis zum Stand von 5:5 gab es einen schönen Schlagabtausch zu sehen, bei dem beide Seiten bereits genügend gute Torgelegenheiten vergaben. Besonders in dieser Phase zeichnete sich auch wieder Sven Adamszent bei den Frankfurtern als starker Rückhalt im Tor aus. Nach einer ersten Auszeit durch Trainer Pietzsch konnte die Heimtruppe das Spiel dann allerdings dauerhaft zu ihren Gunsten kippen. Über alle Positionen gelang es den Frankfurtern Druck auf den Gegner aufzubauen. Tor um Tor wuchs der Vorsprung an und die Mannschaft konnte mit einem beruhigenden und vorentscheidenden 17:10-Zwischenstand in die Pause gehen.

 

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich an dem Geschehensablauf nichts mehr. Langsam aber stetig wuchs die Tordifferenz an. Das Duell blieb indes fair und die souveränen Schiedsrichter hatten einen ruhigen Nachmittag. Hervorzuheben ist noch, dass sich die beiden Publikumslieblinge Paul Witschorke (fünf Tore) und Björn Bischof (acht erzielte Treffer) auf ihrer Abschiedstournee in Topform präsentierten. Während der junge, flinke Außenspieler Witschorke sein Studium bei der Polizei in Oranienburg aufnimmt, kehrt der bereits gestandene Polizist und wurfgewaltige Halblinke Bischof in dessen alte Heimat Bremen zurück.

 

Die Mannschaft leistete sich noch den Luxus dreier vergebener Strafwürfe, spielte die verdienten zwei Punkte aber dennoch ungefährdet nach Hause. Sie benötigte nicht einmal die Hilfe ihres angeschlagenen Spielführers Christian Wessely, der zur Schonung ohne Einsatzzeit blieb. Mit dem sicheren 33:20-Triumph konnten sich die Frankfurter auf den sechsten Tabellenplatz der Verbandsliga vorarbeiten.

 

Trainer Pietzsch kommentierte zum Spiel: „Dieses Spiel und der Sieg waren angesichts des schweren Restprogramms ungemein wichtig für uns. Wir treffen in den ausstehenden fünf Partien noch auf die drei führenden Mannschaften der Liga und müssen daher gegen alle anderen möglichst punkten um am Ende der Saison auf einem sicheren Mittelfeldplatz zu landen. Heute hat mein Team deutlich gemacht, dass wir den Kampf um eine gute Platzierung angenommen haben.“

 

In der nächsten Woche geht es dann am Samstag, den 19.03.2016 um 19.00 Uhr für die Mannschaft des HSC in den Hexenkessel der Kurstadt-Sporthalle. Gegen den fast schon sicher feststehenden diesjährigen Meister der Verbandsliga Nord und Aufsteiger SV Jahn Bad Freienwalde kann das Motto für die Mannschaft nur Schadensbegrenzung lauten. Alles andere wäre, insbesondere aufgrund der bisherigen sehr durchwachsenen Auswärtsleistungen, eine riesige Überraschung. Dennoch freut sich die Mannschaft auf die Halle und die zu erwartende tolle Stimmung und will daher auch ein gutes Spiel zeigen.

 

Auch das Frauenteam des HSC konnte mit einem hervorragenden Ergebnis aufwarten. Im Stadtduell gegen die Damen des BSV ISKRA Frankfurt (Oder) wurde ein starker 32:15-Sieg erzielt.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamszent (T); Christian Wessely, Pascal Korau (2), Paul Witschorke (5), Björn Bischof (8), Ryszard Patalas (1), Chris Junghanns (4), Kai Herrmann (6), Christian Graf (2), Sebastian Bähr (1), Heiko Wessely (4)

 

Trainer: Jochen Pietzsch; Mannschaftsverantwortlicher: Mirko Lange

 

Zeitstrafen: HSC 2; SVE II 3

 

Chancenlos in der Landeshauptstadt

von Gregor Menz

 

In der Fremde tun sich die Frankfurter Handballer weiterhin schwer. Auch beim Tabellenfünften der Nordstaffel, dem VfL Potsdam II, konnten die Männer des HSC 2000 keine Punkte entführen. Damit verlor die Mannschaft von Jochen Pietzsch bereits ihr sechstes von nunmehr acht Auswärtsspielen. Die Partie endete mit 32:23 zudem auch überaus deutlich zugunsten der Hausherren, welche mit zielgerichteten Aktionen und klaren, einfachen Spielzügen von Anfang an die bestimmende Sieben stellten.

 

Bereits nach den ersten Minuten führte die Heimtruppe 5:0. Die Frankfurter benötigten diese Phase um sich vor allen Dingen in der Deckung richtig auf den Gegner einzustimmen. Diesem gelang es zunächst über einfache Kreuzungen und Sperren leichte Tore zu erzielen. Dann zeigten die Oderstädter allerdings Moral und kämpften sich wieder auf ein Tor Abstand heran (8:7, 20 Min.). Die Begegnung verlief nun offen und wurde in den Minuten vor der Pause sogar recht unterhaltsam. Beim Stand von 13:10 hatten eigentlich die Gäste die Möglichkeit noch einen Anschlusstreffer zu setzen, scheiterten aber und mussten im Gegenzug das 14:10 hinnehmen. Anschließend gab es sogar noch mit dem Pausenpfiff einen Strafwurf für den HSC, auch dieser wurde aber recht kläglich vergeben, als der Ball dem Schützen fast aus der Hand fiel. Damit betrug die Differenz zur Pause zwar stattliche vier Tore aber die Ostbrandenburger hatten sich trotz des schlechten Starts eigentlich gut ins Spiel hineingearbeitet.

 

Entsprechend kämpferisch gestimmt, kam man daher aus der Kabine. „Wir wollten eigentlich angreifen und sahen gute Chancen das Spiel zu drehen. Mit einigen Umstellungen wollten wir den Gegner überraschen und unseren Aufbauspielern etwas Entlastung verschaffen. Leider kam es dann anders und wir verloren komplett den Faden.“ So beschrieb Paul Witschorke die Situation zu Beginn der zweiten Hälfte. Tatsächlich hatte der HSC auf mehreren Positionen rotiert, konnte daraus aber nicht die erhofften Impulse für den eigenen Angriff kreieren. Stattdessen unterliefen den Pietzsch-Schützlingen nun viele leichte Fehler und die Landeshauptstädter konnten sich ohne große Mühe auf 19:11, vornehmlich über Gegenstöße, absetzen. Die Entscheidung war damit schnell gefallen und das Spiel wurde nun von beiden Seiten ohne überzogene Emotionen heruntergespielt. Die Frankfurter versäumten es lediglich ein etwas besseres Ergebnis mitzunehmen, indem noch eine Reihe von guten Kontergelgenheiten ungenutzt blieben. Am Ende stand ein verdienter 32:23-Erfolg der Reserve des VfL Potsdam.

 

Die erste Mannschaft des HSC hat nun bis zum Sonntag, den 13.03.2016 Zeit sich von der schwachen Vorstellung in der zweiten Hälfte zu erholen. Dann heißt es gegen das Tabellenschlusslicht, die zweite Mannschaft vom 1.SV Eberswalde, hoffentlich voll konzentriert die nächsten Punkte zu Hause einzufahren. In eigener Halle konnte die Mannschaft in dieser Spielzeit immerhin schon fünfmal siegen. Anpfiff ist um 16.00 Uhr in der Sabinushalle.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamszent (T); Christian Wessely (3), Pascal Korau, Paul Witschorke (2), Björn Bischof (4), Ryszard Patalas (3), Chris Junghanns (3), Kai Herrmann (5), Olek Wojciech (2), Dariusz Pagowski (1)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: HSC 1; VfL II 2

 

Torfilm: 5:0; 5:2; 7:4; 8:7; 12:8; 12:10; 14:10 / 16:10; 19:11; 20:12 22:13; 28:17; 32:23

Starker Auftritt mit Heimsieg belohnt

von Gregor Menz

 

Schon bei der knappen Auswärtsniederlage (25:23) im Hinspiel deutete sich an, dass die starke Mannschaft des SV Blau-Weiß Wusterwitz den Frankfurtern liegen könnte. Mit dem erzielten, hervorragenden 27:17-Rückrundenergebnis hatten wohl dennoch nicht einmal die kühnsten Optimisten gerechnet. Aus einer stabilen Deckung heraus konnte sich die Mannschaft von Jochen Pietzsch für das schwache Spiel in der Vorwoche vor dem eigenen, zahlreich erschienen Publikum rehabilitieren. Mit Kai Herrmann gesellte sich dabei neben Chris Junghanns ein weiterer ehemaliger ESV-Spieler zum Team und gab gleich zahlreiche Kostproben seines Könnens ab.

 

Obwohl dem HSC 2000 Frankfurt für die Begegnung gleich sechs Akteure fehlten, gelang es eine schlagkräftige Truppe zu mobilisieren und immerhin zwölf Spieler aufs Protokoll zu bringen. Eine geradezu luxuriöse Situation im Vergleich zu den letzten Jahren, die erst durch die Neuzugänge der letzten Monate möglich wurde. „Die vier Neuen bringen natürlich frischen Wind in die Mannschaft und rütteln auch die Etablierten wach. Mit Kai und Chris haben viele auch bereits zusammengespielt, so dass wir in Bezug auf Organisation und Abstimmung nicht ganz bei null anfangen müssen.“ so Christian Wessely über die veränderte Konstellation bei den Oderstädtern. Tatsächlich zeigte sich das gesamte Team hochmotiviert und siegeshungrig. Von Beginn an konnten die Westbrandenburger unter Druck gesetzt werden und zunächst entspann sich eine packende Partie. Bis zum 9:9 in der 20. Minute ging es hin und her mit leichten Vorteilen für die Heimmannschaft, die sich bereits früher hätte absetzen müssen aber wieder mehrere sehr gute Chancen vergab. Zum Ende von Hälfte eins belohnten sich die Hausherren dann allerdings noch für ihr Engagement und konnten sich auf 13:10 leicht absetzen.

 

Die Gäste und deren recht zahlreich mitangereisten, lautstarken Anhänger zeigten sich ob des Pausenrückstands überrascht und reagierten zum Teil verärgert. Ruppige Aktionen, viel Selbstbeschäftigung und eine gewisse Kommunikationsfreude auf und neben dem Spielfeld waren die Folge. Die Frankfurter wussten diese Umstände zu Nutzen und setzten sich schnell mit sechs Toren Vorsprung ab und bauten anschließend die Führung nach und nach mit einer konzentrierten Leistung weiter aus. Nur sieben Treffer des Gegners bezeugen die Grundlage des Erfolgs. Die strake Abwehrarbeit konnte den Positionsangriff der Blau-Weißen fast komplett aus dem Spiel nehmen. Daher zeigte sich das eigene Publikum auch sehr zufrieden und einige Stimmen sprachen gar vom stärksten Auftritt des HSC der letzten Jahre. Man war sich einig, dass solche Vorstellungen geeignet sind noch mehr Publikum in die Halle zu locken. Am Ende stand gegen den Tabellenvierten ein ungefährdeter und überraschend deutlicher 27:17-Sieg für die Frankfurter zu Buche. Zwei Punkte, die, wenn man ehrlich ist, nicht unbedingt eingeplant waren. Deutlich wird aber wieder, dass hinter den beiden Spitzenmannschaften der Liga, viele Mannschaften in Abhängigkeit von der Tagesform auf (relativer) Augenhöhe um Punkte konkurrieren. Weitere Überraschungen sind daher möglich.

 

Der Trainer der Ersten des HSC, Jochen Pietzsch, hofft daher auch auf weitere Steigerungen seiner Mannschaft: „Solche Leistungen haben nur dann einen Wert über den Tag hinaus, wenn sie bestätigt werden können. Es war das erste Mal, dass wir in dieser Saison ein Team aus dem oberen Tabellendrittel schlagen konnten. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob wir wirklich in der oberen Tabellenhälfte ankommen können.“ Leichter wird es jedenfalls nicht. Mit der Reserve des 1. VfL Potsdam II steht bereits das nächste Schwergewicht der Liga auswärts auf dem Programm.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamszent (T); Christian Wessely (8), Paul Witschorke (3), Björn Bischof (3), Pascal Korau (1), Ryszard Patalas (2), Christian Graf (2), Chris Junghanns (2), Kai Herrmann (4), Olek Wojciech, Sebastian Bähr (2)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

Mannschaftsbetreuer: Mirko Lange

 

Zeitstrafen: HSC 3; SV BW 5

 

Torfilm: 2:0; 3:3; 6:5; 7:7; 9:9; 12:9; 13:10 / 16:10; 18:11; 19:14; 22:15; 27:15; 27:17

Schwache Leistung in Hennigsdorf

von Gregor Menz

 

Im Auswärtsspiel gegen den SV Motor Hennigsdorf fanden die Handballer des HSC 2000 Frankfurt nie zu ihrer Form und mussten sich daher verdient deutlich mit 36:27 geschlagen geben. Die Hausherren konnten sich mit Gegenstößen und einer zügig vorgetragenen ersten und zweiten Welle im gesamten Spiel Tor um Tor absetzen und gerieten so nie ernsthaft in Gefahr das Spiel zu verlieren. Die Ostbrandenburger waren dagegen häufig nicht gedankenschnell genug, um relativ leichte Gegentore zu verhindern und vergaben zudem reihenweise gute Torgelegenheiten.

 

Man könnte hier heute viel lamentieren, was uns denn alles das Leben so schwer gemacht hätte: eine dunkle, dreckige Halle, ein schlechter, luftleerer, vollgeklisterter Ball und Schiedsrichter mit einer sehr kleinlichen Linie. Aber all das würde unsere schlechte Leistung nicht ausreichend erklären können. Wir sind mit einer guten Besetzung von 13 Mann angereist und haben offensichtlich andere Dinge vordergründig im Kopf gehabt als hier gewinnen zu wollen. Wir haben die verdiente Quittung dafür erhalten.“ ging Christian Wessely nach der Partie mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. Damit brachte der inoffizielle Mannschaftskapitän der Frankfurter, der an diesem Tag aufgrund der Abwesenheit von Jochen Pietzsch auch die Spielertrainerrolle eingenommen hatte, das Hauptdefizit der Seinen auf den Punkt. Stets bemüht, fehlte dem Spiel der Gäste der letzte Biss und vor allem auch in den Angriffssituationen die notwendige Sicherheit. Leichte Ballverluste ermöglichten es dem alles andere als überragenden Gastgeber, das Spiel zu bestimmen. Dazu wurden drei von sechs Strafwürfen vergeben und ungezählte freie Torchancen teilweise deutlich am Tor vorbeikatapultiert. Somit hatten sich die Oderstädter bereits zur Pause in einem für die wenigen Zuschauer sehr unansehnlichen Spiel, ungewohnt viele Gegentore eingefangen. Beim Zwischenstand von 20:17 ertönte der Pausenpfiff.

 

Auch nach der Pause präsentierte sich der HSC weiterhin als die schlechtere zweier schwacher Mannschaften. Stetig erhöhte sich so der Vorsprung der Randberliner bis zum Endstand von 36:27. Aus Frankfurter Sicht gab es dennoch zumindest eine erfreuliche Nachricht. Mit Chris Junghanns ist ein ESV-Eigengewächs an die Oder zurückgekehrt und spielt nun nach vielen Jahren beim Grünherider SV wieder in seiner Heimatstadt. Auch wenn an diesem Tag noch nicht alles funktionierte, so zeichnete sich zumindest ab, dass eine Variante mit zwei Kreisläufern in Zukunft ein Erfolgsmodell sein könnte.

 

Im nächsten Spiel muss dann unbedingt wieder eine Steigerung der Mannschaftsleistung erfolgen, will man in der eigenen Sabinushalle am Sonntag, den 21.02.2016 um 15.00 Uhr nicht erneut scheitern. Mit dem SV Blau-Weiß Wusterwitz gibt sich dann der aktuelle Tabellenvierte der Verbandsliga Nord die Ehre an der Oder. Dieser konnte den Absteiger aus der Brandenburgliga, die HSG Schlaubetal-Odervorland an diesem Wochenende mit 32:29 schlagen und hat damit beweisen, ein starker Gegner zu sein. Dennoch können sich die Zuschauer hoffentlich auf eine spannende Partie einstellen, immerhin zeigten die Frankfurter im Hinspiel bei der 25:23 Auswärtsschlappe eine ihrer besten Saisonleistungen.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamszent (T); Rico Rohde, Christian Wessely (6), Paul Witschorke (3), Heiko Wessely, Björn Bischof (5), Pascal Korau (3), Matthias Richter, Ryszard Patalas (2), Dariusz Pagowski (1), Christian Graf (3), Chris Junghanns (4)

 

Mannschaftsbetreuer: Mirko Lange, Karl-Heinz Scholz

 

Zeitstrafen: HSC 6; Motor 9

 

Torfilm: 1:0; 3:3; 6:3; 8:6; 10:9; 13:11; 18:15; 20:17 / 22:17; 24:19; 29:22; 31:25; 34:26; 36:27

Mit starker Abwehr einen Heimsieg errungen

von Gregor Menz

 

Im Tabellennachbarduell des Sechsten gegen den Siebenten der Verbandsliga Nord konnte sich der HSC 2000 Frankfurt gegen die besserplatzierte SG Westhavelland überraschend deutlich mit 32:24 durchsetzen. Damit gelang zumindest nach Punkten (nunmehr sind es 12) der Anschluss und auch die 26:18-Hinspielniederlage konnte etwas ausgeglichen werden. Im ersten Heimspiel der Rückrunde sahen dabei 130 Zuschauer eine zunächst ausgeglichene Partie in der sich die Gastgeber nach und nach Vorteile erspielten und dann sogar einige handballerische Ausrufezeichen zu setzen vermochten.

 

Der Trainer der Gastgeber hatte nach dem Spiel auch sogleich die Gründe für die gute Leistung seiner Mannschaft ausgemacht: „Wir haben von Anfang bis zum Ende eine stabile Deckung hingestellt und der SG damit nach und nach den Zahn gezogen. Sicherlich kam uns auch zugute, dass wir heute auf eine breiter besetzte Bank zurückgreifen konnten und somit die Schlüsselspieler immer wieder mit Pausen entlasten konnten, was dem Gegner nicht vergönnt war.“ Auch HSC-Spielführer Christian Wessely lobte seine Abwehrreihe und hob besonders den Abwehrspezialisten Matthias Richter hervor. Dieser kann bei den Partien immer wieder auf seine Körperkontakterfahrungen in der Hundertschaft der Polizei zurückgreifen und ist daher was Einsatz und Trainingsbereitschaft angeht ein Vorbild für seine Truppe: „Wir sollten uns viel öfter von Matthias Robustheit anstecken lassen, dann wären viele unserer Auftritte nicht solche Wundertüten. Ich hoffe, dass wir irgendwann endlich Konstanz in unsere Leistungen bringen können.“ Hinter der Abwehr standen zudem wieder gut aufgelegte Frankfurter Schlussleute die zusammen sechs von elf Strafwürfen der Westbrandenburger parieren konnten.

 

In Hälfte eins verlief die Begegnung zunächst ausgeglichen. Bis zur 15. Minute ging es hin und her wobei bereits viele unterhaltsame Aktionen das Spiel prägten. Ob vergebene Strafwürfe, Gegenstöße, harte Deckungsarbeit oder schöne Anspiele, beide Seiten bemühten sich um ein gutes Spiel und zeigten sich engagiert. Auch die Winterneuzugänge der Oderstädter hatten ihren Anteil am Sieg. Sowohl Ryszard Patalas, ein 1,97 Mann am Kreis als auch Dariusz Pagowski auf der linken Außenposition wussten zu überzeugen, so dass eine geschlossene Mannschaftsleistung ab Mitte der ersten Hälfte Früchte trug. Über Gegenstöße konnte sich das Heimteam auf 13:7 absetzen.

 

Nach der Halbzeit ging es zunächst äußerst ungeordnet aber auch teilweise spektakulär weiter. Beide Seiten begannen temporeich und vergaben direkt nacheinander und jeweils im Gegenzug gleich mehrere sehr gute Chancen. Nach diesem furiosen Start näherten sich die Gäste nachmals auf vier Tore an, wurden schlussendlich aber wieder eingefangen wobei der Zwischenstand kurz vor dem Ende sogar 10 Treffer betrug. Mit dem Schlusspfiff belohnten sich die Männer des HSC 2000 mit einem verdienten 32:24-Sieg.

 

Auch alle anderen Mannschaften des Vereins konnten an diesem Wochenende überzeugen in allen sechs Wettkampfbegegnungen, in denen der HSC 2000 Frankfurt antrat konnten Siege errungen werden. Darunter ein Sieg des Frauenteams, welches auswärts mit 28:15 gegen den Elsterwerdaer SV 94 bestand und die Reserve der Männer, die zusammen mit dem Rückkehrer Andreas Schutty ebenfalls auswärts den TSV Altreetz 30:25 bezwangen.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamszent (T); Rico Rohde (4), Christian Wessely (9), Paul Witschorke (3), Heiko Wessely, Björn Bischof (6), Sebastian Bähr, Pascal Korau (2), Matthias Richter, Ryszard Patalas (2), Dariusz Pagowski (3), Christian Graf (3)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

Mannschaftsbetreuer: Mirko Lange, Karl-Heinz Scholz

 

Zeitstrafen: HSC 4; SG 2

 

Torfilm: 1:0; 3:3; 6:6; 9:7; 13:7 / 13:8; 16:11; 18:11; 19:15; 21:16; 24:17; 27:20; 30:22; 32:22; 32:24

HSC startet schwach in die Rückrunde

Von Gregor Menz

 

Im ersten Spiel der Rückrunde unterlagen die Männer des HSC 2000 Frankfurt gegen den SV Blau-Weiß Dahlewitz mit 28:22. „Uns war klar, dass es ein schweres Spiel werden würde. Obwohl die Dahlewitzer nur auf dem vorletzten Tabellenplatz standen, hatten Sie in der Vorwoche den Schlaubetalern einen Punkt abgetrotzt. Wir waren also eigentlich gewarnt. Dennoch kamen wir nicht in die Partie und man merkte, dass uns nach der Winterpause etwas die Wettkampferfahrung fehlte, während unser Gegner bereits das Spiel in der letzten Woche an Vorsprung mitbringen konnte.“ erklärte Christian Wessely zu der deutlichen Niederlage. Darüber hinaus klappte bei den Gästen auch das Zusammenspiel mit den Neuzugängen noch nicht wie gewünscht. Obwohl insbesondere nämlich der neue Kreisläufer Richard Pafalas individuell stark agierte, entstanden bei den Versuchen ihn in Szene zu setzen zu viele leichte Fehler, die den Hausherren immer wieder einfache Gegenstoßtore ermöglichten.

 

Vor allen in Hälfte eins erwischten die Oderstädter eine sehr schwache Phase. Zwischen der 10. und der 25. Spielminute gelang insgesamt zu wenig. Vor allem im Angriff ging der Faden verloren und die Randberliner konnten sich im Gegenzug vorentscheidend mit sechs Toren absetzen. Bereits zur Pause hieß es daher 15:9 für die Blau-Weißen, die damit ihrem gut 70 Zuschauern zu gefallen wussten.

 

In Hälfte zwei versuchten die Frankfurter alles um den Abstand zu verkürzen und konnten zumindest anfangs auf 19:15 aufschließen, schafften es aber nicht sich konstant zu stabilisieren. Mit zwei wichtigen vergebenen Strafwürfen und zahlreichen liegengelassenen Großchancen tat der HSC sein Übriges um sich selbst im Wege zu stehen und ein besseres Resultat unmöglich zu machen. Schwächer als die Gäste agierten lediglich die Schiedsrichter, die immer wieder mit schlechten Entscheidungen, vornehmlich zu Lasten der Pietsch-Truppe, auf sich aufmerksam machten. Eine Vielzahl von Zeitstrafen und roten Karten waren die Folge. Am Ende stand ein verdientes 28:22 für den SV zu Buche, die sich damit um einen Tabellenrang verbessern konnten. Der HSC verbleibt dagegen zunächst auf dem siebenten Rang, muss sich aber schon an diesem Sonntag gegen die SG Westhavelland erneut beweisen. Dort muss einiges besser klappen, will man die Punkte in der eigenen Sabinushalle behalten. Anpfiff ist um 15.00 Uhr.

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Rico Rohde (2), Christian Wessely (5), Paul Witschorke (1), Heiko Wessely (5), Björn Bischof (3), Sebastian Bähr (1), Pascal Korau (1), Matthias Richter (3), Olek Woicek, Dariusz Palowski, Ryszard Pafalas (1)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: HSC 8 (3x rot, davon 2x direkt); BWD 4

HSC siegt zum Jubiläum

von Gregor Menz

 

Derzeit verweilt der HSC 2000 Frankfurt auf dem siebenten Tabellenplatz der Verbandsliga Nord und steht damit im Mittelfeld der Zwölfer-Staffel. Der Punktabstand zu Rang elf der Liga beträgt allerdings nur vier Punkte oder eben zwei Siege bzw. Niederlagen. Wie in dieser Spielklasse bereits aus den letzten Jahren bekannt, stehen die Mannschaften zwischen Rang fünf und elf dicht beieinander. Die Konstellation vor dem Spiel gegen den SV Blau-Weiß Perleberg war somit klar. Die Frankfurter (vor dem Spiel bei acht Punkten) mussten gegen die Prignitzer (welche bei sechs Zählern stehen) gewinnen, um nicht nach unten zu rutschen und einen direkten Konkurrenten zu stärken. In Kenntnis dieser Umstände, boten die Männer des HSC eine konzentrierten Vorstellung und belohnten sich mit einem 31:28-Sieg, der sogar hätte deutlicher ausfallen können.

 

Der HSC kam gut ins Spiel und konnte schnell mit zwei Toren in Front gehen. Es entwickelte sich aber eine weitestgehend ausgeglichene Partie. In der ersten Viertelstunde des Spiels legten die Hausherren vor und die Gäste zogen nach und vor der Pause drehte sich diese Situation kurzzeitig um. Wichtig Stützen waren wie so häufig Christian Wessely und Björn Bischof, die in der Endabrechnung dann auch jeweils acht Tore erzielten. Der Zwischenstand zur Pause lautete 12:11 für die Gäste nachdem die Oderstädter immer wieder Großchancen ausließen und auch einige Strafwürfe nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnten.

 

Erneut gehörte der Beginn nach der Pause allerdings der Heimsieben. Die Differenz wurde direkt egalisiert und anschließend konnte sogar ein drei Tore-Polster aufgebaut werden. Dieser Vorsprung sollte von den Gästen dann nicht mehr ernsthaft gefährdet werden und gegen Ende des Spiels hatten sich die HSCler sogar auf fünf Tore abgesetzt, unterließen es aber den Vorsprung weiter zu vergrößern und beließen es bei der Verteidigung der nun sicheren zwei Punkte. So lautete der Endstand 31:28. Robert Karney, wichtige Stütze im Rückraum des HSC und viele Jahre auch in höherklassigen Vereinen der Region unterwegs, fasste die Begegnung aus seiner Sicht so zusammen: „Wir haben ganz gut gespielt und eine unterhaltsame Partie geboten. Kritisch würde ich nur sehen, dass wir uns nicht weiter abgesetzt haben. Wichtig war, dass wir zu unserem Vereinsjubiläum gewonnen haben und zeigen, wie lebendig der Handball in Frankfurt ist.“

 

Tatsächlich gibt es den HSC 2000 Frankfurt nunmehr seit 15 Jahren und daher gab es nach dem Wettkampfsport noch ein Freundschaftsspiel zu sehen. Die neuformierte Frauenmannschaft bot der zweiten Männermannschaft eine unterhaltsame Partie. Bei Getränken und Verpflegung zu sehr günstigen Preisen konnten all jene die sich dem HSC verbunden fühlen, entspannt mit dem Verein und seinen Verantwortlichen und Sportlern feiern und den Sonntagnachmittag ausklingen lassen.

 

Das nächste Punktspiel steht dann für die Frankfurter erst am 17.01.2016 auswärts gegen den SV Blau-Weiß Wusterwitz an. Am 24.01.2016 kommt die SG Westhavelland in die Sabinushalle. In der Zwischenzeit müssen die Freunde des HSC 2000 Frankfurt allerdings nicht gänzlich auf heimischen Handballsport verzichten. Zur Überbrückung findet am 28.12.2015 ab um 16.00 Uhr in der Sabinushalle das alljährliche (Nach-)weihnachtsturnier statt.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Lars Kleedehn (T), Sven Adamzent (T); Christian Wessely (8), Robert Karney (2), Paul Witschorke (2), Heiko Wessely, Björn Bischof (8), Heiko Hillebrand, Sebastian Bähr (2), Pascal Korau (5), Olek Wojciech (4), Matthias Richter

 

Mannschaftsverantwortlicher: Reginal Lorenz, Mirko Lange, Karl-Heinz Scholz

 

Zeitstrafen: HSC 5; SV BW 6

 

Torfolge: 1:0; 3:1; 3:3; 5:3; 6:6; 8:8; 8:10; 9:12; 11:12 / 12.12; 16:13; 18:15; 21:18; 26:23; 31:26; 31:28

HSC 2000 Frankfurt kann gegen Spitzenteams nicht mithalten

von Gregor Menz

 

Erneut mussten sich die Handballer des HSC 2000 Frankfurt in eigner Halle einer Spitzenmannschaft der Verbandsliga Nord deutlich geschlagen geben. Gegen den derzeitigen Tabellenzweiten, den SV Berolina Lychen lautete das Ergebnis am Ende 29:19. Wieder einmal fehlten dabei den Gastgebern die Ideen in der Offensive, dazu gesellten sich zahlreiche individuelle Fehler, so dass es die Gäste insgesamt zu leicht hatten. Ohne zu glänzen, konnten diese daher leicht verdiente Auswärtspunkte mitnehmen.

 

Noch in den ersten Minuten schien sich eine spannende, wenn auch nicht hochklassige Partie zu entwickeln. Solange die Lychner im Positionsangriff agieren mussten, gelang es den Oderstädtern mit einer gewohnt starken Deckung teilweise sehr gut gegenzuhalten. Vor allen Dingen Sebastian Bähr konnte dabei im Zentrum der Abwehr mit seiner starken Physis Akzente setzen. Allerdings erwischte der Rückraum der Oderstädter keinen guten Tag, so dass die eigenen Angriffe zu häufig weggeworfen wurden. Statt einer durchaus möglichen, überraschenden Führung nach 15 Minuten lautete der Zwischenstand nur 5:5. Dass sie bis dahin mithalten konnten, beruhigte die Hausherren allerdings nicht. Statt sich mit dieser Erkenntnis zu steigern, wurde die Mannschaft mit jedem Angriff unsicherer. Aufgrund vieler leichter Fehler wurden die Uckermärker nun förmlich zu Gegenstößen eingeladen. Mit einer unnötigen zwei-mal-zwei-Minutenstrafe, nach einem leichten Foul und anschließenden Meckerns, schadeten sich die Frankfurter zudem selbst. Der folgende Bruch im Spiel konnte dann nicht mehr abgefangen werden. Fortan lief die Mannschaft nicht nur immer wieder Kontern hinterher, sondern auch einer immer weiter anwachsenden Führung. Bereits zur Pause hatte sich der HSC damit sämtliche Chancen zunichte gemacht und sich dabei vornehmlich selbst geschlagen. Ein Rückstand von 13:7 war schon eigentlich nicht mehr aufzuholen.

 

Nach der Pause betrug der Abstand bis zur 40ten Minute immer zwischen sechs und sieben Zählern. Danach folgte nochmal eine starke Phase der Hausherren, in der diese alles versuchten, um den Abstand zu verkürzen. Zunächst gelang der Anschluss auf fünf Tore Differenz. Anschließend hatte die Mannschaft drei Angriffe lang die Gelegenheit auf vier Tore heranzukommen. Eigentlich stimmten nun Körperspannung und Einstellung. Ab der 45. Minute begann dann allerdings die alte Leier und die Frankfurter liefen nun wieder Ball und Gegner, trotz einiger Überzahlsituationen, hinterher. Am Ende standen 10 Tore Differenz auf der Anzeigetafel und niemand wusste so recht, wo der große Abstand herkam. Sicherlich fehlten aber insgesamt Ballsicherheit und Durchschlagskraft.

 

Auch Trainer Jochen Pietzsch zeigte sich von der Leistung enttäuscht: „Wir haben uns mehr mit uns selbst als mit dem Gegner beschäftigt. Was man sich in einer Woche aufbaut, reißt man sich in der nächsten wieder ein. Einige haben zudem heute den nötigen Mannschaftsgeist vermissen lassen. Ich gehe aber davon aus, dass für das nächste Spiel gegen Schlaubetal alle motiviert sind und zeigen wollen was in Ihnen steckt.“ 

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T), Sven Adamzent (T); Rico Rohde, Christian Wessely (5), Robert Karney (5), Paul Witschorke (1), Heiko Wessely (2), Björn Bischof (1), Heiko Hillebrand (3), Sebastian Bähr (1), Enrico Axt, Pascal Korau (1)

 

Trainer: Jochen Pietzsch / Mannschaftsverantwortlicher: Karl-Heinz Scholz

 

Zeitstrafen: HSC 3; SVBL 7

 

Wichtige Punkte für den HSC 

von Gregor Menz

 

Mit einer vor allem kämpferisch überragenden Leistung hat der HSC 2000 Frankfurt zwei wichtige Auswärtspunkte vom Grünheider SV II entführen können. Obwohl die Mannschaft über weite Teile des Spiels zurücklag, gelang ihr am Ende ein verdienter 26:29-Erfolg. Spielführer Christian Wessely ordnete die Partie dementsprechend ein: „Nach mehreren verpatzten Auftritten war das eine überzeugende Vorstellung. Das war gut für die Moral und zeigt wie groß teilweise das Leistungsgefälle in der Verbandsliga Nord ist. Ausschlaggebend war, dass wir am Ende sogar zulegen konnten, während die Grünheider ihrer offensiven Deckungsvariante Tribut zollen mussten.“

 

Tatsächlich konnten die Männer von der Löcknitz den HSC zunächst mit einer in diesen Ligagefilden eher selten anzutreffenden offensiven 3-2-1-Deckungsvariante überraschen und so immer wieder zu Fehlern zwingen. Durch konsequentes Stören des Aufbauspiels gelang den Hausherren eine schnelle 4:1-Führung. Vor allen Dingen über gestellte Freiwürfe, die von einem gut aufgelegten Björn Bischof eingenetzt wurden, hielten die Oderstädter aber zunächst wenigstens den Anschluss. Bis zur 20ten Minute brauchten die Frankfurter um sich auf das ungewohnte System des Gegners einzustellen. Vor allem einem starken Sven Adamszent im Tor der Gäste war es zu verdanken, dass der Rückstand zu diesem Zeitpunkt lediglich vier Tore (9:5) betrug. Mit fortschreitender Zeit wuchs allerdings die Sicherheit im Angriff und es gelangen immer wieder sehenswerte Passstafetten, die zu guten Torgelegenheiten führten. Mit einer besseren Chancenverwertung wäre dann bereits zur Pause ein vorteilhafteres Ergebnis als der knappe 13:12-Rückstand möglich gewesen.

 

Trotz guter Pausenvorsätze überließ der HSC dann aber die ersten Minuten der zweiten Spielhälfte wieder den Randberlinern. Diese konnten zügig abermals einen Drei-Tore-Vorsprung auf die Anzeigetafel bringen. Begünstigt wurde dies vor allem dadurch, dass die Angriffsreihe der Gäste etwa zehn hochkaratige Chancen nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnten. Das Spiel war nun stark umkämpft. Beide Seiten bearbeiteten sich in bester Handballermanier und schenkten sich nichts und die Stimmung in der gutbesuchten Halle wurde immer besser. Während sich nun aber die Pietzsch-Truppe mit dem wachsenden Druck steigerte, schienen die Kräfte der Grünheider nachzulassen. Eine Reihe von Fehlern begünstigte nun die Aufholjagd und nach ¾ des Spiels glich der HSC erstmals zum 18:18 aus und übernahm dann endgültig das Ruder in der Partie. Auch wenn die Mannschaft sich nach einer eigenen 20:23-Führung nicht mehr weiter absetzen konnte, so stand am Ende ein verdienter 26:29-Sieg.

 

Jochen Pietzsch, Trainer der Frankfurter ordnete den Erfolg nach dem Spiel ein: „Vor den beiden Spielen gegen den Tabellenzweiten aus Lychen und den Brandenburgligaabsteigern aus Schlaubetal waren das immens wichtige Punkte. Wir stehen nun gesichert im Mittelfeld der Liga und müssen nicht unmittelbar nach hinten schauen. Das Spiel passt eigentlich gut in die Frankfurter Handballtradition. Den Gegner lange kommen lassen und am Ende mit dem größeren Willen und den besseren Reserven gewinnen. Leider sind wir weit davon entfernt, dass daraus eine neue Tradition entsteht aber immerhin arbeiten wir daran und solche kleinen Erfolge motivieren dafür.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T), Sven Adamszent (T); Rico Rohde, Christian Wessely (6), Robert Karney (2), Paul Witschorke (2), Pascal Korau (7), Matthias Richter (2), Heiko Wessely, Björn Bischof (10), Christian Graf

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: HSC 3; SVG II 3; Siebenmeter: HSC -/-; SVGII 5/2

 

Torfolge: 1:0, 4:1, 6:3, 9:5, 10:8, 11:10, 13:12 / 15:12, 16:15, 18:18, 20:20, 20:23, 22:25, 24:26, 25:27, 26:29 

Tabellenführer zeigt die Grenzen auf

von Gregor Menz

 

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ließen sich die Handballer des HSC 2000 Frankfurt in eigener Halle mit einem Ergebnis besiegen, dass einen Klassenunterschied nahelegt. Gegen die aktuell auf dem ersten Tabellenplatz der Verbandsliga Nord stehende Mannschaft vom SV Jahn Bad Freienwalde gab es eine heftige 13:30 Niederlage. Insbesondere im Angriff offenbarten sich dabei erhebliche Defizite bei den Gastgebern. Dennoch war das Spiel der Mannschaft bei weitem nicht so schlecht wie es das Ergebnis nahelegt.

 

Die Oderstädter zeigten sich von Anfang an motiviert. Deutlich war zu erkennen, dass dem Aufstiegsaspiranten Nr. 1 das Leben schwer gemacht werden sollte. Mit einer körperlich aggressiven Gangart wollte man die Angriffe der Gäste unterbinden und so möglichst lange im Spiel bleiben. Dies klappte anfänglich auch gut. Bis zur 15. Minute lautete der Zwischenstand nur bei 4:5. Bis dahin wäre sogar ein noch besserer Zwischenstand möglich gewesen, da die Frankfurter mal wieder beste Einwurfgelegenheiten vergaben. Auch bei den Freienwaldern klappte aber längst nicht alles. So vergaben sie zwei Strafwürfe in den ersten Minuten und hatten auch sonst mit einem gut aufgelegten Lars Kleedehn im Tor zu kämpfen. Dieser sah allerdings in der 28. Spielminute die rote Karte nachdem er beim Herauslaufen um eine Ball abzufangen, einen gegnerischen Spieler leicht berührte. Nach einer kurzen Rudelbildung gingen die Mannschaften dann beim Stand von 6:12 in die Pause.

 

Zur Halbzeitpause versprühte vor allen Dingen der Hallensprecher der Heimsieben Optimismus. „Das Spiel ist noch nicht durch.“ Klang es aus den Lautsprechern. Es sollte aber anders kommen. Matthias Richter bekam in der 36. Spielminute die rote Karte nach der dritten Zweiminutenstrafe und auch Christian Wessely konnte krankheitsbedingt nicht mehr am Spiel teilnehmen. Die Freienwalder nutzen dies um mit einem 10:1-Lauf das Spiel endgültig für sich entscheiden. Die bessere Mannschaft zeigte ihre Stärken, profitierte aber auch von absolut einseitig agierenden Schiedsrichtern, die allein sieben Treffer in Hälfte zwei für den HSC abpfiffen. Dazu gesellte sich ein sehr deutliches Ungleichgewicht bei den Strafwürfen, den Zweiminutenstrafen und vielen kleinen Entscheidungen zu Lasten der ohnehin unterlegenen Mannschaft. Selbstverständlich ist das Spiel dadurch nicht entschieden worden, den Zuschauern wurde dennoch eine spannendere Partie genommen. Begünstigt wurde dieses Phänomen sicherlich auch dadurch, dass es die Spieler der besseren Mannschaft nötig hatten, sich bei kleinsten Berührungen auf dem Boden zu winden um hinterher feixend aufzustehen. Eine Beobachtung, die auch bereits in anderen Partien der Liga gemacht wurde. In der Schlussviertelstunde verlief das Spiel dann wieder ausgeglichener. Trotz des enttäuschenden 30:13-Endergebnisses bekamen die gut 170 Zuschauer viel geboten. Starker Gegner, robuste Zweikämpfe, gute Torhüter und eine tolle Stimmung, wofür auch durch die zahlreich angereiste Anhängerschaft der Kurstädter mitverantwortlich war.

 

Nach diesem schweren Gang werden die nächsten Wochen für die Frankfurter nicht unbedingt leichter und sicherlich für den weiteren Verlauf der Saison richtungsweisend. Zunächst geht es auswärts gegen die Reserve des Grünheider SV (9.), welche sich gegen den Aufstiegsanwärter von der HSG Schlaubetal überraschend gut schlug, die man aber mit einem Sieg auf Distanz in der Tabelle halten könnte. Ein Erfolg wäre auch deshalb wichtig, da anschließend weitere Spiele gegen Mannschaften aus der Tabellenspitze folgen, so geht es daraufhin gegen den SV Berolina Lychen (2.) und dann folgt bereits das Nachbarschaftsduell in der Brandenburghalle gegen die HSG Schlaubetal-Odervorland.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T), Sven Adamszent (T); Rico Rohde (2), Christian Wessely, Robert Karney (6), Paul Witschorke (2), Pascal Korau (1), Enrico Axt (1), Christian Graf (1), Sebastian Bähr, Matthias Richter

 

Trainer: Jochen Pietzsch

Zeitstrafen: HSC 7 (2x rot); Jahn 1

 

Torfolge: 0:1; 2:2; 4:5; 4.8; 6:10; 6:12 / 6:13; 6:22; 8:22; 8:24; 9:28; 12:29; 13:30

Frankfurter holen die ersten Auswärtspunkte 

von Gregor Menz

 

Nach dem schwachen und teilweise indiskutablen Heimauftritt gegen die Reserve aus Potsdam hatten die Männer des HSC 2000 Frankfurt einiges wiedergutzumachen. Entsprechend motiviert fuhr die übliche, zu kleine Auswärtsschar in die Waldstadt, um sich dort gegen den derzeitigen Tabellenletzten der Verbandsliga Nord, die zweite Vertretung des 1. SV Eberswalde, zu rehabilitieren und die ersten Auswärtspunkte zu erspielen. Die Gäste konnten dann auch ihre Erwartungen erfüllen und siegten souverän mit 24:30.

 

Trainer Jochen Pietzsch zeigte sich dementsprechend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Alle haben gezeigt, dass sie unbedingt etwas reißen wollten. Wir haben wieder zu einer stabilen Abwehr gefunden und ordentlich zugepackt. Der Schlüssel zum Sieg war aber, dass wir nur sehr wenige Fehler gemacht haben. Immer wenn wir es schaffen selbst keine Bälle zu verschenken, können wir dem Gegner das Leben schwer machen. Leider gelingt uns das noch nicht immer konstant. Vielleicht war dieses Spiel ja eine Initialzündung.“

 

Tatsächlich präsentiert sich die Mannschaft mit ihrem Spielführer Christian Wessely, der nach einer Urlaubspause wieder dabei war, deutlich ballsicherer. Zudem merkte man dem Frankfurter Spiel an, dass auch die Außen immer besser ins Geschehen eingebunden werden. Auf dieser Grundlage war es dann auch möglich sich in der ersten Spielhälfte bereits vorentscheidend abzusetzen. Zwar ging es bis zum 7:8 für die Gäste knapp zu aber gegen Ende der Spielhälfte konnten sie sich langsam absetzen. Vor allem über Kreisanspiele konnten Tore erzielt oder Strafwürfe erzwungen werden. Diese fanden überwiegend ihren Weg ins Ziel. Ein gewohnt sicherer Lars Kleedehn im Tor sorgte darüber hinaus für den notwendigen Rückhalt bei der Pietzsch-Truppe. Zur Halbzeit stand es daher auch bereits 10:15.

 

Nach dem Wiederanpfiff gelang es den Eberswaldern zunächst nur sehr wenig. Bis in die Mitte der zweiten dreißig Minuten erzielten sie nur noch drei Treffer. Der HSC erzielte parallel dazu sechs Tore, so dass der Vorsprung nun 13:21 betrug. Die Partie war entschieden und die Gäste ließen keine allzu große Spannung mehr aufkommen. Bis zum Ende wurde die Konzentration hochgehalten und konnte somit sogar die besseren Wechselmöglichkeiten des Gegners kompensieren. Vor allem die ehemaligen Eberswalder Christian Wessely und Robert Karney zeigten viel Engagement. Obwohl die Waldstädter in der finalen Viertelstunde wieder ins Spiel fanden, stand am Ende ein verdienter und immer noch deutlicher 30:24-Auswärtssieg für die Frankfurter zu Buche.

 

Am Sonntag, den 08.11.2015, um 15:00 Uhr empfängt der HSC 2000 dann die Mannschaft vom anderen Ende der Tabelle. Mit dem SV Jahn Bad Freienwalde gibt sich der heißeste Aufstiegsaspirant und derzeitige Tabellenführer der Liga die Ehre in der Sabinushalle.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Lars Kleedehn (T), Sven Adamszent (T); Rico Rohde, Christian Wessely (11), Robert Karney (4), Paul Witschorke (4), Pascal Korau (5), Matthias Richter (3), Heiko Wessely, Heiko Hillebrand (3)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: HSC 1; SVEII 4 Siebenmeter: HSC 9/7; SVEII 2/1

 

Torfolge: 0:1; 0:3; 2:3; 3:5; 5:7; 7:8; 7:11; 9:14; 10:15 / 10:17; 13:21; 16:22; 17:25; 20:27; 22:30; 24:30

Trotz guter Leistung keine Punkte

von Gregor Menz

 

Der HSC 2000 Frankfurt hat sein zweites Auswärtsspiel der Saison verloren. Gegen den SV Blau-Weiß Wusterwitz unterlag man mit 25:23. Mit dieser zweiten Auswärtsniederlage kann man den Saisonstart der Oderstädter als durchwachsen bezeichnen. Zwei gewonnenen Heimspielen stehen nunmehr keinerlei Auswärtspunkte gegenüber. Dabei dürfte der Auftritt vor den rund 70 lautstarken Wusterwitzer Zuschauern die bisher beste Saisonleistung der Gastmannschaft gewesen sein. Die mit nur zehn Mann angereisten Pietzsch-Schützlinge präsentierten sich motiviert und arbeiteten gut in der Deckung. Dennoch schaffte man es nicht, sich für das gute Spiel zu belohnen. Zu viele kleine Fehler in den entscheidenden Phasen der Partie gaben am Ende den Ausschlag zugunsten der Westbrandenburger, die auch aufgrund besserer Wechselmöglichkeiten die Nase vorn hatten.

 

In einer umkämpften und von den Abwehrreihen dominierten Partie begann der HSC fulminant. Nach einem 1:0-Rückstand gelangen bis zur achten Minute fünf Treffer in Folge. Erst eine frühe Auszeit des Gegners konnte diesen Lauf stoppen. Die Blau-Weißen stabilisierten sich anschließend und konnten im Gegenzug aufschließen. Danach entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Mannschaften, wobei die Vorteile sogar leicht bei den Gästen lagen. Sie konnten immer wieder vorlegen und dominierten das Spiel mit einer starken Abwehrleistung, ließen aber auch gute Chance liegen und leisteten sich einige individuelle Aussetzer zu viel. So brachten sie sich um eine mögliche Vorentscheidung zu ihren Gunsten. Beispielhaft stehen dafür die Sekunden vor der Halbzeit. Die Frankfurter führten mit drei Zählern und hielten Ball zu einem letzten Angriff in den eigenen Reihen. Statt aber mit einer guten Aktion wenigsten die Möglichkeit eines vier Tore-Vorsprungs zu erspielen, vertändelten sie den Ball leichtfertig und kassierten mit dem Pausenpfiff den Anschluss zum 10:12 durch einen Gegenstoß.

 

In der zweiten Hälfte gelang den Wusterwitzern der bessere Start. Nach dem Ausgleich zum Stand von 13:13 blieb das Spiel spannend bis kurz vor Schluss. Während der gesamten Zeit war für die Frankfurter ein Sieg möglich. Neben den beschriebenen Problemen, versäumte es die Mannschaft aber aus ihren Überzahlspielen Vorteile zu ziehen. Der Gegner nutzte die Summe dieser kleinen Schwächen vor allem indem er selbst weniger Fehler produzierte und auch das Quentschen Glück mehr hatte. So siegten am Ende die gastgebenden Wusterwitzer mit 25:23.

 

Im Lager des HSC hielt sich Enttäuschung trotz der knappen Niederlage in Grenzen. Der Kapitän der Frankfurter, Christian Wessely, beschrieb die Situation aus seiner Sicht: „Nach so einem Auftritt muss niemand hadern. Die Leistung hat gestimmt. Mit etwas mehr Cleverness wären hier die ersten Auswärtspunkte möglich gewesen. Matthias Richter war schnell angeschlagen und konnte nicht mehr mit vollem Tempo spielen und Björn Bischof spielte, obwohl er vermutlich eine Erkältung ausbrütet. Bei anderen Mannschaften werden wir mit so einem Auftritt auch auswärts etwas mitnehmen können.“

 

Bereits am nächsten Sonntag um 16.00 Uhr werden die Frankfurter allerdings alles geben müssen um auch in der heimischen Sabinushalle ungeschlagen zu bleiben. Es gibt sich eine der stärksten Verbandsligamannschaften ein Stelldichein. Mit der Reserve des VfL Potsdam kommt der Drittplatzierte der Vorsaison an die Oder.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamszent (T); Rico Rohde (1), Christian Wessely (5), Robert Karney (1), Christian Graf (2), Paul Witschorke (1), Björn Bischof (7), Pascal Korau (5), Matthias Richter (1)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: HSC 2; BWW 4; Siebenmeter: HSC 5/6; BWW 3/4

 

Torfolge: 1:0; 1:5; 5:5; 7:7; 7:10; 9:10; 9:12; 10:12 / 11:12; 13:13; 15:15; 19:19; 21:19; 22:22; 25:23

HSC mit zweitem Heimsieg

von Gregor Menz

 

Im zweiten Heimspiel der Saison konnten die Frankfurter Handballmänner erneut zwei Punkte erobern. Aufgrund überragender Leistungen von Sven Adamszent im Tor und Christian Wessely, mit neun Toren erfolgreichster Schütze seiner Mannschaft, geriet der Heimerfolg gegen die bisher punktlosen Gegner vom SV Motor Hennigsdorf auch nie in Gefahr. Über die gesamten 60 Minuten präsentierte sich die Truppe von Trainer Pietzsch dabei gegen die mit nur zehn, zum Teil sehr jungen, Spielern angereisten Gäste als die überlegene Mannschaft. Das Endresultat lautete 34:27. Lediglich ein verbesserungswürdiges Umschaltspiel der Oderstädter stand einem noch besseren Ergebnis immer wieder im Wege. Zu viele leichte Tore wurden den Hennigsdorfern ermöglicht, die so stets noch in Schlagdistanz blieben.

 

Trainer Pietzsch analysierte die Gründe für den Sieg nach dem Spiel: „Alle haben den nötigen Biss gezeigt und die Punkte gewollt. Unser halb-linker Björn Bischof kommt mit seinen acht Toren heute nach einer Verletzung auch langsam wieder in Form.“ Wie gewohnt lässt der ehemalige Europapokalsieger aber auch ein paar kritische Töne folgen: „Wir bekommen zu viele Gegentore und werden in den nächsten zwei Wochen hart arbeiten müssen um einige Unzulänglichkeiten auszumerzen. Ich denke da vor allen Dingen an unser Rückzugsverhalten und die Torabschlüsse.“

 

Dennoch konnten die ca. 100 Frankfurter Zuschauer mit ihrer Mannschaft zufrieden sein. Von Anfang an legte die Heimsieben vor. Nach wenigen Minuten hieß es bereits 5:0 und lange sah es nicht so aus als könnten die Gäste mithalten. Erst nach einer Viertelstunde fand der SV so etwas wie einen Spielfaden. Mit einer dann guten ersten Welle und einigen Gegenstößen gelang es den Gästen nun das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Zwar setzte sich HSC zwischenzeitlich auf 18:9 ab, konnte aber die Konzentration nicht immer hoch halten. Vor allem in Überzahl verschenkte man einen höheren Vorsprung. Vor der Pause konnten die Hennigsdorfer sogar noch mit einem 3:0-Lauf auf 18:12 verkürzen.

 

Die zweite Spielhälfte verlief dann etwas ausgeglichener. Alle Frankfurter bekamen Einsatzzeiten und es wurden verschiedene Aufstellungen ausprobiert. Erwähnenswert ist ein weiterer Neuzugang, mit David Niedzwiedzki spielt nun auch ein Pole für die Mannschaft aus der Grenzregion, der sich erstmals zeigen konnte. Mit einem Tor konnte auch diese Spielhälfte gewonnen werden und am Ende stand ein ungefährdeter 34:27-Erfolg.

 

Am 10.10.2015 geht es dann zum SV Blau-Weiß Wusterwitz (derzeit 6.) und anschließend findet am 18.10.2015 das nächste Heimspiel gegen die Reserve des 1. VfL Potsdam statt. Anpfiff in der Sabinushalle ist dann ausnahmsweise erst um 16.00 Uhr.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamszent (T); Rico Rohde (2), Heiko Wessely (1), Christian Wessely (9), Robert Karney (3), Christian Graf (3), Paul Witschorke, Björn Bischof (8), Pascal Korau (2), Matthias Richter (1), Enrico Axt (5), David Niedzwiedzki

 

Trainer: Jochen Pietzsch Mannschaftsverantwortlicher: Lars Kleedehn

 

Zeitstrafen: HSC 3; Motor 6 (1* rot)

 

Torfolge: 5:0; 7:3; 9:3; 12:6; 16.8, 18:12 / 19:14; 19:13; 19:16; 23:17; 26:18; 29:21; 32:27; 34:27

Schwaches Auswärtsspiel des HSC

von Gregor Menz

 

Die lange Fahrt in die Premnitzer Traditionshalle ließ die Männer der ersten Mannschaft des HSC 2000 Frankfurt ohne Punkte aber auch etwas ratlos zurück. Gegen die SG Westhavelland gab es eine verdiente und deutliche 26:18-Niederlage. Im Vergleich mit dem ordentlichen ersten Heimspiel, war dieser Gastauftritt in der Fremde schwach und ohne den notwendigen Biss. Vor allem die harte Deckung der Gastgeber schien die Frankfurter zu entnerven. Viele konzeptlose und übereilte Würfe waren die Folge. Allein die Unparteiischen hatten einen noch schlechteren Tag erwischt.

 

Wie so häufig musste die Frankfurter Mannschaft den Weg nach Westbrandenburg mit einer dezimierten Personaldecke antreten. Dennoch war im Verhältnis zur Vorsaison, wo man häufig für Auswärtsspiele auf die zweite Mannschaft und altbewährte Kräfte zurückgreifen musste, der 10-Mannkader auf dem Papier stark genug um zwei Punkte entführen zu können. Schnell lag man aber dennoch 4:1 zurück und es wurde schon früh deutlich, dass gegen eine motivierte Heimtruppe nur ein Kraftakt zum Erfolg führen würde. Zwar konnten sich die Gäste in Hälfte eins zweimal nach drei- und vier-Tore-Rückständen wieder auf ein Tor herankämpfen, aber eine Wende wurde nicht erzwungen. Dazu gelangen einfach zu wenige offensive Aktionen. In die Halbzeitpause ging es dann mit einem 14:10 Zwischenstand.

 

Christian Wessely sah noch in der Pause gute Chancen die Partie zu drehen: „Zu dem Zeitpunkt waren wir noch optimistisch obwohl es nicht gut lief, waren wir in Reichweite. Der Rückstand war Folge zweier Zeitstrafen gegen uns unmittelbar vor der Halbzeit, die die SG zu nutzen wusste. Statt uns aber zu steigern, ließen sich einige frustrieren und wenn man dann aus unseren Ballgewinnen so wenig macht, dann ist eine Auswärtsniederlage nicht abzuwenden.“ Tatsächlich vergaben die HSC-Männer immer wieder beste Gelegenheiten das Ergebnis zumindest erfreulicher zu gestalten. Am Ende wollte die Heimsieben den Sieg aber auch mehr als die Gäste und wurde dafür belohnt. Es steht daher auch ein etwas zu deutliches aber durchaus verdientes 26:18-Resultat für die Westhavelländer zu Buche. Positiv ist aus Frankfurter Sicht lediglich der Einstand von Sven Adamszent zu vermerken. Dem Neuzugang auf der Torhüterposition gelangen einige schöne Paraden.

 

Trainer Jochen Pietzsch zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht von seiner Mannschaft: „Dieses Auf- und Ab der Leistungen ist einfach unnötig. Gegen eine kämpferisch gute aber sicher nicht überragende Verbandsligatruppe wie die SG muss man nicht so deutlich verlieren. Da müssen aber eben alle wollen. Mannschaftlich war das heute nichts. Zum nächsten Heimspiel gegen Hennigsdorf müssen wir uns steigern.“

 

Tatsächlich wird der derzeitige Tabellenletzte SV Motor Hennigsdorf wohl alles daransetzen einen Saisonstart mit zwei Niederlagen durch die ersten Auswärtspunkte vergessen zu machen. Die Frankfurter werden dies sich nicht zulassen wollen. Somit dürfte am Sonntag den 27.09.2015 um 15.00 Uhr in der Sabinushalle ein spannendes Spiel auf die Zuschauer warten.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Sven Adamszent (T); Rico Rohde (1), Heiko Wessely, Christian Wessely (2), Robert Karney (3), Christian Graf (2), Paul Witschorke (3), Björn Bischof (3), Pascal Korau (5)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: HSC 5 (1x rot); SGW 4 (1x rot)

 

Torfolge: 1:1; 4:1; 6:5; 10:6; 10:9, 14:10 / 16:12; 19:13; 23:15; 24:18; 26:18

Gute Laune beim HSC 

von Gregor Menz

 

Für die Männer des HSC 2000 Frankfurt war es ein erfolgreicher erster Spieltag in der neuen Saison. Nach einem überwiegend überzeugenden Auftritt konnte man den SV Blau-Weiß Dahlewitz in einem sehr umkämpften Spiel mit 31:27 letztendlich verdient bezwingen.

 

Die Frankfurter zeigten dabei sowohl ihre guten als auch ihre schwachen Seiten. Ein starkes handballerisches Vermögen gegen manchmal mangelnde Konzentration und eine Vielzahl an Nachlässigkeiten. Vor allen Dingen in der ersten Halbzeit wurde dieser Kontrast offenbar. Die Oderstädter legten von Anfang an vor, mussten aber immer wieder Anschluss- und Ausgleichstreffer hinnehmen. Gleich zweimal vergaben sie es sich nach einer drei Tore-Führung deutlicher abzusetzen. Den Dahlewitzern gelang es jedes Mal wieder sich zurückzukämpfen. Dies ist durchaus wörtlich zu nehmen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, blieben aber insgesamt fair. Lediglich einmal war zu erahnen wie gefährlich der Körperkontaktsport Handball sein kann. Björn Bischof traf nach einem Wurf seinen Gegner, der einen Block stellen wollte, mit der Wurfhand an der Stirn und sorgte so für eine Platzwunde und eine fast zehnminütige Spielunterbrechung. Der gutaufgelegte Halbe war ohnehin immer dort wo etwas los war und erzielte acht Treffer. Zur Pause sollte sich dieser Einsatz aber noch nicht ausgezahlt haben, 12:12 lautete das Zwischenergebnis.

 

In Hälfte zwei konnte sich die heimische Sieben steigern. Sie waren torgefährlicher und spielerisch überlegen und auch auf der Torhüterposition gab es Vorteile. Das am Ende dennoch nur ein 31:27-Sieg zu Buche stand, lag vornehmlich an der schwachen Chancenverwertung. Die gesamte Mannschaft war gut aufgelegt und trotz einiger Fehler überwogen die positiven Ansätze. Der Gegner hatte einige schöne Spielzüge grade über die Außenpositionen anzubieten, konnte diese Einwurfgelegenheiten seinerseits aber viel zu selten im Tor unterbringen, dazu gesellten sich gleich vier vergebene Siebenmeter. Robert Karney stoppte seinen Kontrahenten noch einmal zu oft mit unfairen Mitteln und sah kurz vor dem Ende die rote Karte nach der dritten Hinausstellung. Am Erfolg der Pietzsch-Truppe änderte dies aber nichts mehr. Mit einem verdienten Auftaktsieg konnte man so den 130 Zuschauern gleich zu Beginn der neuen Serie Lust auf mehr machen.

 

Trainer Jochen Pietzsch äußerte sich auch überwiegend zufrieden: „Der Einsatz hat gestimmt und wir waren fast voll und das obwohl sogar noch einige Spieler gefehlt haben. Wenn das so bleibt, freue ich mich auf die weitere Saison. Einige Sachen sind aber sicherlich noch verbesserungswürdig. Wir wollen eigentlich mehr über Gegenstöße erreichen, davon war heute nur wenig zu sehen. Daher gilt es dafür die Deckung weiter zu stabilisieren. Für ein erstes Spiel aber durchaus zufriedenstellend.“

 

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Rico Rohde (1), Heiko Wessely, Christian Wessely (5), Robert Karney (5), Sebastian Bähr, Matthias Richter (1), Enrico Axt (4), Christian Graf (3), Paul Witschorke (2), Björn Bischof (8), Pascal Korau (2)

 

Trainer: Jochen Pietzsch Manschaftsverantwortlicher: Karl-Heinz Scholz

 

Zeitstrafen: HSC 8 (1x rot); Blau-Weiß 4

 

Torfolge: 3:1; 7:5; 9:6; 9:9; 12:10; 12.12 / 15:15; 19:15; 22:18; 28:22; 29:26; 31:27