HSC beendet Saison als Tabellensiebenter 

von Gregor Menz

 

Mit einer schwachen Endphase beschließt der HSC 2000 Frankfurt die Saison 2014/15. In den Schlussminuten der letzten Begegnung der Spielzeit vergaben die Oderstädter einen möglichen Erfolg gegen eine engagiert kämpfende Mannschaft vom SV Motor Hennigsdorf, die letztendlich den Sieg mehr wollte. In diesem Stadium der Partie fehlten Kraft und Konzentration, so dass die Hausherren am Ende über eine Reihe von Gegenstößen das zu hohe Endergebnis von 30:23 herstellen konnten. Zuvor sahen die 40 Zuschauer in der Halle zwei Mannschaften, welche sich zunächst nichts schenkten. Insgesamt 40 Strafminuten legen dafür eindrucksvoll Zeugnis ab.

 

Dabei waren die Frankfurter über weite Teile des Spiels sogar die tonangebende Mannschaft. Die stabile Deckung und ein in Hälfte eins hervorragend aufgelegter Lars Kleedehn im Tor, machten es den Gastgebern schwer, zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. So parierte er gleich die ersten beiden Siebenmeterwürfe. Auf der anderen Seite versäumte man es allerdings, wie so häufig, einen vorentscheidenden Abstand herzustellen. Vor allem eine Verletzung von Christian Rippin wog schwer. Nach nur 10 Minuten konnte der Rückraumschütze nicht mehr eingesetzt werden und fehlte im Angriff spürbar. Dennoch konnte man mit einer knappen 10:11-Führung in die Pause gehen. Positive Randnotiz war auch, dass Paul Witschorke nach dem Auskurieren eines Kreuzbandrisses eine paar Minuten spielen konnte.

 

In Hälfte zwei erwischten die Gäste den besseren Start und konnten auf 10:13 vorlegen dann wurde das Spiel zusehends ruppiger. Wobei sich die Pietzsch-Truppe von der Hitzigkeit des Gegners anstecken ließ und fortan sehr aggressiv und auch überhart zu Werke ging. Dazu gesellten sich verbale Auseinandersetzungen, so dass sich die Zeitstrafen auf beiden Seiten summierten. Darüber verloren die Frankfurter den Spielfaden und die Begegnung blieb fortan bis zum 23:22 offen. Mehrere Überzahlsituationen blieben in dieser Phase für den HSC ohne Ertrag bevor die Mannschaft in den entscheidenden Minuten zunächst Christian Wessely aufgrund einer Knieverletzung verlor (47.) und anschließend noch Heiko Hillebrand und Matthias Richter aufgrund von Strafen wegfielen. Diese Schwächungen konnten nicht mehr kompensiert werden und hinterließen auch einiges an Unordnung im Spiel der Gäste und so gelang den Randberliner ein 7:1-Schlussspurt zum Endstand von 30:23.

 

Wir hätte heute sechster werden können“ fasste Jochen Pietzsch die Situation zusammen „haben dies aber leider verschenkt. Die Saison hat jedoch gezeigt, dass die Liga ab Platz 4 total eng beieinander ist und man auch schnell bei vermeintlich angeschlagenen Gegnern verlieren kann. Das Abschneiden auf Tabellenplatz Sieben entspricht auch dem angepeilten Platz im Mittelfeld. Für das nächste Jahr muss dennoch einiges besser werden. Auswärts waren wir permanent unterbesetzt und nur acht Siege sind auch zu wenig. Für die neue Saison haben wir auf jeden Fall eine Mannschaft aber wir freuen uns trotzdem über jeden Handballer der Lust hat, bei uns mitzumachen.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Rico Rohde (2), Christian Graf (1), Matthias Richter (1), Christian Wessely (9), Heiko Wessely, Robert Karney (7), Christian Rippin (1), Heiko Hillebrand (1), Paul Witschorke (1)

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Jozsef Szendrej

Zeitstrafen: HSC 10 (2*rote Karten; davon 1*direkt rot); SVMH 10 

HSC gewinnt letztes Heimspiel klar

von Gregor Menz

 

Die Handballer des HSC konnten sich im letzten Heimspiel der Saison mit einer souveränen Vorstellung von den eigenen Anhängern verabschieden. Die 150 Zuschauer sahen eine überlegene Frankfurter Mannschaft, die die mit nur 9 Spielern angereisten Gäste von der SG Westhavelland weitestgehend beherrschten. Am Ende hieß es 29:19 für die Heimsieben, die sich allerdings wieder viele liegengelassene Möglichkeiten vorwerfen lassen muss. Mit einem durchaus möglichen höheren Sieg, hätte man zudem die Gäste in der Tabelle sogar überholen können, verbleibt nun aber vorläufig auf dem siebten Tabellenrang..

 

Nach zuletzt einigen unglücklichen Spielen, sind wir froh uns hier nochmal ordentlich präsentiert zu haben.“ Fasste Jochen Pietzsch die Gemütslage der Mannschaft zusammen. „Ich hätte gerne einen noch höheren Sieg gesehen, allerdings sollten sich auch alle Akteure heute zu Hause noch mal zeigen können. Im besten Fall können wir nächste Woche noch fünfter werden, im schlechtesten Fall werden wir achter. So oder so können wir dann mit unserer Serie weitestgehend zufrieden sein und an der Konstanz arbeiten wir dann weiter.“

 

Tatsächlich zeigte sich die Mannschaft diesmal von ihrer stärkeren Seite. Dabei präsentierten auch die jüngeren Spieler wie Jakob Streichert und Rico Rohde ein gutes Niveau. Mit einer stabilen Abwehr um Matthias Richter konnten zahlreiche Bälle gewonnen und Gegenstöße gelaufen werden. Die Gäste dagegen hatten große Probleme damit Tore zu erzielen. Nur fünf Würfe fanden in den ersten 30 Minuten ihren Weg ins Tor wobei sie mindestens genauso häufig den Pfosten oder die Latte trafen. Trotz dem nahen Saisonende und der Frankfurter Überlegenheit war es ein intensiv geführtes Spiel. Beide Seiten zeigten viel Biss ohne dass es unfair wurde. Dazu trugen auch die sicher leitenden Schiedsrichter aus Cottbus ihren Teil bei. Zur Pause hieß es dann bereits vorentscheidend 14:5 für die Oderstädter.

 

Auch die zweite Hälfte könnten die Gastgeber für sich entscheiden. Allerdings war der Spielverlauf nun deutlich enger. Die Männer der Spielgemeinschaft konnten nun die meisten Aktionen der Hausherren beantworten und es ging munter hin und her. Auffällig war in der letzten Viertelstunde vor allem ein 52-Jähriger. Holger Klaue im Tor der Pietzsch-Schützlinge konnte sich gleich mehrfach spektakulär in Szene setzen und auch zwei sehr sehenswerte Doppelparaden zeigen. Am Ende hieß es 29:19 für den Tabellensiebten.

 

Auch Vereinspräsident Mirko Lange, der die Mannschaft diesmal als Verantwortlicher von der Bank aus unterstützte, zeigte sich von dem Ergebnis hocherfreut: „So ein versöhnlicher Saisonausklang ist immer wichtig. Die Zuschauer können mit einem guten Gefühl in die lange Pause entlassen werden. Außerdem passt das natürlich zur positiven Stimmung. Mit Freibier und den Danksagungen zeigen wir auch nochmal unsere Wertschätzung für die Zuschauer und die Helfer.“

 

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Lars Kleedehn (T), Holger Klaue (T); Rico Rohde (5), Christian Graf, Björn Bischof (6), Matthias Richter (2), Jakob Streichert (1), Andreas Richter, Christian Wessely (7), Heiko Wessely (2), Robert Karney (5), Enrico Axt (1), Christian Rippin

 

Trainer: Jochen Pietzsch

Mannschaftsverantwortliche: Mirko Lange, Karl-Heinz Scholz

Zeitstrafen: HSC 1; SGW 2

Verlängerter Osterurlaub bei HSC

von Gregor Menz

 

In einem ganz schwachen Verbandsligaspiel mussten sich die Männer des HSC 2000 Frankfurt der Reserve des 1. SV Eberswalde mit 22:19 geschlagen geben. Positive Nachrichten von diesem Wochenende gab es dennoch. Zunächst wurde die Sperre gegen Lars Kleedehn verkürzt, so dass er der Mannschaft wieder zur Verfügung stehen konnte und überdies ist ein Abstieg nunmehr ausgeschlossen. Man hat bei zwei ausstehenden Spielen vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten vom SV Blau-Weiß Perleberg. Da der HSC beide Partien gegen die Prignitzer gewinnen konnte und bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt, ist der Klassenerhalt geschafft.

 

Das Spiel dagegen stand von Anfang an unter ungünstigen Vorzeichen. Eine Reihe von Spielern musste sich abmelden und wieder einmal stand eine Absage im Raum. Da sich kurzfristig aber noch zwei Urlauber bereiterklärten auf dem Rückweg von der Ostsee einen Abstecher in die Waldstadt zu machen und auch vier Männer der zweiten Mannschaft aushalfen, standen die Frankfurter pünktlich 15 Minuten vor Anpfiff in der Eberswalder Heimstätte auf der Platte.

 

Leider erwischten die Angereisten aber nicht ihren besten Tag. Obwohl schnell zwei Treffer über Gegenstöße durch Rico Rohde erzielt werden konnte, schaffte man es nicht sich gegen alles andere als überragende Gegner angemessen durchzusetzen. Im Ergebnis entspann sich ein Handballspiel auf sehr mäßigem Niveau. Viele Fehlpässe und schwache Abschlüsse müssen bei den wenigen Zuschauern zumindest Zweifel aufkommen lassen haben, ob man die überzogenen vier Euro Eintrittsgeld tatsächlich für ein Verbandsligaspiel ausgegeben hatte. Wenigstens Björn Bischof hatte einen guten Tag erwischt und konnte immerhin achtmal einnetzen. Aus Frankfurter Sicht gaben einige Einzel- und Kleingruppenaktionen Anlass zur Hoffnung. Wenigstens gelegentlich blitzte das handballerische Können Einzelner auf während die Eberswalder durch Hüftwürfe im Spiel blieben. Bis zur Pause konnte sich demgemäß auch keine Mannschaft entscheidend absetzen bevor die Heimsieben immerhin mit einem Gewaltwurf zum Pausenpfiff 11:10 in Führung gehen konnten.

 

Auch in Hälfte zwei änderte sich nicht viel am Spielverlauf. Die Partie blieb ausgeglichen und die Oderstädter durften lange hoffen, die Punkte doch entführen zu können. Vor allem Karsten Borngräber auf Rechtsaußen und Holger Klaue im Tor konnten zeigen, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören. Dem Torsteher gelangen einige sehenswerte Paraden und die Abwehr eines Strafwurfes. Eine Manndeckung gegen Björn Bischof sollte an diesem Tag allerdings das taktische Mittel sein, welches den Gastgebern den Sieg brachte. Ohne ihren Rückraumschützen entfalteten die Gäste einfach insgesamt zu wenig Gefahr. Zum Ende der Begegnung kam aufgrund des knappen Spielstandes noch etwas Spannung auf. In dieser Phase hatten dann die Waldstädter mit ihren Trommlern im Rücken das bessere Ende für sich und konnten einen 22:19 Heimsieg verbuchen.

 

Trainer Jochen Pietzsch zeigte sich mäßig enttäuscht: „Hier waren heute wohl noch einige im Osterurlaub. Eine absolut unnötige Niederlage. Wir haben jetzt noch ein Heimspiel in der nächsten Woche. Gegen Westhavelland wollen wir uns nochmal gut verkaufen. Druck haben wir jetzt ja keinen mehr. Ich hoffe, dass wir mit einer guten Besetzung befreit aufspielen können.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Lars Kleedehn (T), Holger Klaue (T); Rico Rohde (5), Christian Graf (4), Björn Bischof (8), Matthias Richter (1), Sebastian Bähr (1), Jakob Streichert, Mirko Lange, Karsten Borngräber, Karl-Heiz Scholz

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrej

Zeitstrafen: HSC 3; SVE 1

Frankfurter verschenken Heimpunkte

von Gregor Menz

 

Gegen den Tabellenvierten SV Blau-Weiß Wusterwitz ließen die Handballmänner des HSC 2000 Frankfurt zwei eigentlich verdiente Heimpunkte auf der Zielgraden noch liegen. Nach einer guten ersten Halbzeit versäumten es die Gastgeber, sich selbst für engagierte 60 Minuten zu belohnen. Ursächlich dafür war, dass sie einfach zu wenig aus ihren Möglichkeiten machten und nur noch 7 Tore nach der Pause erzielten.

 

Dabei reagierte die Mannschaft zunächst mit einer guten kämpferischen Einstellung auf einen erheblichen Rückschlag, von dem sie erst unmittelbar vor dem Aufwärmen in Kenntnis gesetzt wurde. Der HVB hatte nämlich beschlossen, die beiden gesetzten Torhüter, Gregor Menz und Lars Kleedehn, für einen Monat zu sperren und dies dem Vereinspräsidenten immerhin schon am Freitagabend per Email mitzuteilen, welche natürlich erst am Spieltag zur Kenntnis genommen werden konnte. Unabhängig von der fragwürdigen und unsportlichen Vorgehensweise sowie den an den Haaren herbeigezogenen und konstruierten Vorwürfen (im Kern geht es um eine angebliche Schiedsrichterbeleidigung) als auch der überzogenen Strafe, war der Verein nun also erstmal zum Handeln gezwungen. Glücklicherweise konnte kurzfristig der eigentlich angeschlagene Heiko Hillebrandt einspringen, der obwohl er seit fast zwei Jahren nicht zwischen den Pfosten gestanden hatte, eine gute Partie ablieferte. Neben den Torhütern fehlte zudem der zuletzt erfolgreichste Torschütze Björn Bischof.

 

Nach diesem Schock begann die Mannschaft dann auch verhalten. Die Blau-Weißen legten zunächst drei Treffer vor, bevor die Frankfurter besser ins Spiel fanden. Bis dahin hatten die Oderstädter allerdings schon zwei Gegenstöße frei vergeben. Der erste landete am rechten und der zweite am linken Pfosten. Und genau diesen Situationen sollten die Gastgeber am Ende dann auch hinterhertrauern. Denn obwohl man zeitweise aus der Deckung heraus ein dominantes Spiel zeigte, vergab man viel zu viele sehr gute Gelegenheiten fahrlässig. Dennoch konnte die erste Spielhälfte positiv mit einer 14:10- Führung abgeschlossen werden.

 

Warum die Chancenverwertung vor allem in Hälfte zwei so schlecht war, ist kaum erklärlich. Selbst in Überzahl sind uns keine Tore mehr gelungen. Kurz vor dem Ende wurden noch zwei Bälle freistehend völlig blind gegen den Pfosten geknallt. Dazu kommen mehrere ungeschickte Zeitstrafen zur Unzeit. Unter solchen Umständen kann man dann eben nicht gewinnen. Schade für das Publikum. Da hilft es auch nicht, dass wir von außen gesehen, vielleicht sogar die bessere Mannschaft waren. Sieben Tore in 30 Minuten sind einfach zu wenig. Wer sich so anstellt, hat es auch nicht verdient zu gewinnen.“ So fasste Christian Wessely als Freund deutlicher Worte und Spielführer des HSC die Partie dann aus seiner Sicht zusammen.

 

Für die gut 120 Zuschauer war es dennoch eine bis zum Schluss spannende Begegnung. Die Mannschaften gingen robust aber nicht wirklich unfair miteinander um. Die Deckungsreihen dominierten. Tor um Tor konnten die Gäste ob der Abschlussschwäche der Heimsieben aufholen und kurz vor dem Ende dann sogar noch mit 21:22 zum Endergebnis in Führung gehen. Ein Freiwurf zugunsten der Männer von der Ostgrenze wurde noch unfair derart behindert, dass eine Ausführung nur noch nach den Schlusspfiff möglich war. Die folgerichtige zweite direkte rote Karte für die Wusterwitzer brachte dann aber keinen Vorteil mehr ein. Der Wurf endete im Nichts und die Heimmannschaft war unnötigerweise mit 21:22 geschlagen.

 

Dies ist der zweite bittere Punktverlust innerhalb von acht Tagen bei dem die Mannschaft sich mehr oder weniger selbst geschlagen hat,“ analysierte der Trainer Jochen Pietzsch die Situation. „Wir müssen nun vor allen Dingen schauen, dass wir endlich mal beides zusammenbekommen, also eine stabile Deckung und eine gute Chancenverwertung. Darauf liegt sicherlich unser Hauptaugenmerk in den nächsten Trainingseinheiten bevor es dann nach Ostern zu den Eberswaldern geht.“

 

HSC 2000 Frankfurt spielte mit: Heiko Hillebrandt (T); Christian Wessely, Christian Rippin, Christian Graf, Heiko Wessely, Sebastian Bähr, Rico Rohde, Robert Karney, Matthias Richter, Enrico Axt, Jakob Streichert

 

Trainer: Jochen Pietzsch

Knappe Niederlage in Grünheide

von Gregor Menz

 

Die 120 Anhänger der Heimmannschaft konnten nach dem Schlusspfiff in der Löcknitzhalle ausgiebig feiern. Sie hatten eine umkämpfte und emotional geführte Partie zu sehen bekommen, in der aus ihrer Sicht die richtige Mannschaft gewonnen hatte. Die Oberligareserve des Grünheider SV hatte zu diesem Zeitpunkt nämlich grade den HSC 2000 Frankfurt mit 28:27 geschlagen. Allerdings täuschte die Freude etwas darüber hinweg, dass dieser Sieg vor allem durch die massive Hilfe der Schiedsrichter zustande kam, welche an diesem Tage die Bezeichnung Unparteiische nicht verdienten.

 

Über die Schiedsrichter braucht man keine Worte zu verlieren. Wir hätten trotz aller Widrigkeiten gewinnen müssen, haben aber auch einfach ein paar Fehler zu viel gemacht, die heute nicht hätten passieren dürfen,“ analysierte Jochen Pietzsch. „Auswärts musst du immer noch etwas besser sein und wenn für uns 27 Tore nicht zum Sieg reichen, dann wurde das Spiel in der Deckung verloren. Zudem haben wir auch in Hälfte zwei etwas abgebaut.“

 

Dennoch standen die Chancen auf einen Auswärtserfolg zunächst gut. Schnell konnten sich die Frankfurter 5:1 absetzen und schienen entschlossen zu sein, die Partie früh zu entscheiden. Die Grünheider steckten allerdings nicht auf und so entwickelte sich ein mitunter dramatisches Spiel. Während die Gäste vor allem über wuchtige Bälle der Aufbaureihe ihre Angriffe abschlossen, reagierte die Heimsieben überwiegend mit Aktionen zum Kreis. Lars Kleedehn im Tor konnte sich dabei mehrfach gegen freie Würfe auszeichnen, häufig folgte allerdings der Siebenmeterpfiff. Am Ende stand es in dieser Statistik 9:1 für die Heimsieben, wobei alle Strafwürfe ihren Weg ins Ziel fanden. Nachdem sich die Männer von der Löcknitz auf zwei Tore herangekämpft hatten, pendelte sich die Tordifferenz bis zur Pause auch auf diesem Niveau ein. So konnten die Oderstädter auch mit einer knappen Zwei-Tore-Führung in die Pause gehen.

 

Nach Wiederanpfiff gelang es den Gastgebern allerdings sehr schnell diesen Vorsprung zu egalisieren und beide Seiten lieferten sich einen engagierten Kampf. Vielfach wurden die Frankfurter dabei durch wenig nachvollziehbare Pfiffe gebremst. Insbesondere in der umkämpften Schlussphase fielen eine Reihe von mehr als fragwürdigen Entscheidungen zu Ungunsten der Gäste. Symptomatisch aber nicht allein stehen dafür sicherlich die letzten Spielminuten als erst ein Treffer vom gut aufgelegten Björn Bischoff zur Führung die Anerkennung versagt blieb, welcher wohl zumindest einen Punktgewinn bedeutet hätte und anschließend, nach einem Tor für den Gastgeber, die Männer des HSC innerhalb von 20 Sekunden ganze vier Mal auf einen anderen Freiwurfpunkt verwiesen wurden, ohne das die Zeit angehalten wurde. Entsprechend Enttäuscht war die Mannschaft nach der Niederlage.

 

Spielführer Christian Wessely erwartet trotz aller Umstände mehr von einigen Mitspielern: „In der Summe können wir einfach noch zu viele Dinge viel besser machen. Die Außen gehen nicht mit letzter Konsequenz in den Kontakt und der eine oder andere schimpft lieber auf den vielen Klister am Ball statt sich hundertprozentig auf den Wurf zu konzentrieren. Solche Spiele gewinnt man eben nur, wenn alles stimmt.“

 

Im nächsten Spiel geht es dann gegen den Tabellenvierten vom SV Blau-Weiß Wusterwitz. Die Mannschaft steht mit neun Siegen aus 18 Spielen genau zwischen den drei Spitzenmannschaften (6 Punkte Differenz) und dem breiten Mittelfeld der Liga (4 Punkte Differenz). Das Hinspiel konnten die Blau-Weißen knapp mit 25:24 für sich entscheiden. Die Voraussetzungen für einen packenden Handballkampf sind also gegeben. Anpfiff ist um 18.00 Uhr in der Sabinushalle. Zuvor spielt die Zweite um 15.30 Uhr gegen die SG Rot-Weiß Neuenhagen.

 

Spielprotokoll war unleserlich aber für den HSC spielten:

Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Wessely, Sebastian Bär, Rico Rohde, Christian Rippin, Björn Bischof, Robert Karney, Karl-Heinz Scholz, Jacob Streichert,

 

Trainer: Jochen Pietzsch und Joszef Szendrej     

Kampf, Krampf und 2 Punkte

von Gregor Menz

 

Ohne Christian Wessely fehlte uns etwas die spielerische Linie, daher mussten es heute die Halben richten und das haben sie dann auch getan. Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht und einfach den Punkt versäumt, uns vernünftig abzusetzen. Dann bleibt so eine Spiel auch mal eng.“ So lautete das Fazit von Trainer Jochen Pietzsch nach dem Spiel seines HSC 2000 Frankfurt gegen den SV Rot-Weiß Werneuchen. Tatsächlich erzielten Robert Karney und Björn Bischoff zusammen 20 der 28 Frankfurter Treffer, die einen Sieg mit zwei Toren Vorsprung in eigener Halle ermöglichten. In der bis zum Schluss spannenden Partie fehlten zwar auf beiden Seiten vielfach die spielerischen Glanzstücke, die Mannschaften machten dies allerdings mit Einsatz und gelungenen Einzelaktionen wett.

 

Den besseren Start erwischten dabei die Gastgeber. Drei Tore in Folge durch Björn Bischoff eröffneten die Begegnung und nachdem es kurz darauf 6:2 stand, deutete alles auf einen eher entspannten Nachmittag für die Oderstädter hin. Es sollte aber nicht so kommen, die Gäste hielten weiter dagegen und die Männer des HSC verkrampften augenfällig im Abschluss, so dass die Randberliner sich auf 7:7 herankämpfen konnten. Dabei zeigte sich zum wiederholten Male, die teilweise mangelhafte Chancenverwertung als größter Kritikpunkt. Es blieben einfach zu viele gute Einwurfchancen ohne Ertrag. Die Rot-Weißen nutzten dies, um in die Gegenstöße zu gelangen oder aber mit Anspielen von den Außen zum Kreis gute Wurfpositionen zu erzielen. Allerdings blitzte bei der Heimsieben immer wieder auch die größere individuelle Stärke einzelner Akteure auf, so dass man mit einem 12:10-Vorsprung in die Pause gehen konnte.

 

Die zweite Hälfte blieb dann umkämpft. Die Zwischenstände zum 16:16 und 20:19 geben davon ein gutes Zeugnis. Der Eindruck, dass allerdings die Pietzsch-Truppe die Zügel deutlicher in der Hand hätte halten müssen, ließ sich nicht abschütteln. Jedenfalls erspielten sie die klareren Möglichkeiten und wirkten auch insgesamt robuster, beschäftigten sich dazu aber auch zu viel mit sich selbst und mit den Schiedsrichtern. Als der HSC dann mit 22:19 in Front ging, hoffte man schon die Partie endgültig zu seinen Gunsten gekippt zu haben. Ein Trugschluss wie sich zeigen sollte. Plötzlich drehte sich das Wurfglück wieder und die Gäste antworteten mit einem Lauf zum 23:24. Erst eine Auszeit in der 52. Minute konnte die kurze Schwächephase der Frankfurter beenden, welche nun ihrerseits das Spiel wieder drehten und am Ende als verdiente Sieger mit einem Ergebnis von 28:26 von der Platte gehen konnten. Einen guten Anteil an diesem Erfolg hatten wieder auch die heimischen Torhüter. Grade Lars Kleedehn konnte in den entscheidenden Minuten mit dem Parieren eines Siebenmeters und eines freien Wurfes vom Kreis einige wichtige Impulse geben.

 

Der zweite Frankfurter Trainer Jozsef Szendrej fand mahnende Worte vor dem nächsten Spiel gegen den Tabellendritten, der Drittligareserve des 1. VfL Potsdam: „Mit so einem Auf-und-Ab geht man in Potsdam in zwei Wochen unter. Da braucht es mehr Konstanz, um ein ordentliches Ergebnis zu erzielen. Wir müssen uns also sichtlich steigern. Aber den sechsten Platz wollen wir schon verteidigen und die drei Siege in Serie zeigen auch, dass wir gut in der starken Verbandsliga-Nord mithalten können.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (3), Rico Rohde (1), Heiko Wessely, Christian Graf (2), Björn Bischof (9), Robert Karney (11), Matthias Richter (2), Enrico Axt, Sebastian Bähr, Andreas Richter

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrej

Mannschaftsverantwortliche: Karl-Heinz Scholz, Christian Wessely

Zeitstrafen: HSC 3; SV RW 1

Auswärtssieg im Derby

von Gregor Menz

 

Seit dem Wechsel in die Nordstaffel der Verbandsliga ist den Frankfurter Handballmännern nur noch ein Spiel verblieben, welches die Bezeichnung Nachbarschaftsduell verdient. Dabei ging es am letzten Wochenendende gegen den Aufsteiger vom HSV Müncheberg/Buckow, der sich im Hinspiel in der Sabinushalle bei der knappen 31:27-Niederlage gut verkauft hatte und zudem in der heimischen Spielstätte zuletzt erfolgreich mit zwei Siegen aufgetreten war. Zusätzliche Motivation sollte sich für die Gastgeber zudem aus dem Abstiegskampf ergeben, welcher enorm spannend ist, da sich allein vier Mannschaften, darunter auch der HSV, mit doch schon acht Punkten am Ende der Tabelle sammeln.

 

Der HSC 2000 Frankfurt war somit vorgewarnt und präsentierte sich gut vorbereitet. Die Mannschaft erschien in fast optimaler Besetzung zur Partie und brachte zudem noch einen ansehnlichen Anhängertross mit aus der Oderstadt. Diese Vorsorge sollte dann auch Früchte tragen und den Gästen einen deutlichen und ungefährdeten 30:15-Auswärtssieg bescheren. Dabei zeigte sich die im Schnitt sechs Jahre ältere Mannschaft der Frankfurter auch in fast allen Bereichen überlegen und versäumte es lediglich, trotz des schon deutlichen Ergebnisses, einen noch höheren Abstand zu erspielen. Insbesondere in den Anfangsminuten fanden die Halbspieler des HSC noch nicht in die Begegnung. Allein vier gute Möglichkeiten wurden knapp über das Tor gesetzt, so dass es bis zum 5:5 nach 15 Minuten dem Ergebnis nach noch ausgeglichen blieb. Ab diesem Zeitpunkt fanden dann die Spieler des HSV aber so gut wie keine Mittel mehr. Die Pietzsch-Schützlinge setzten sich bis zur Pause auf 12:5 ab und ließen somit mehr als eine Viertelstunde lang kein Gegentor zu. Dabei konnte Lars Kleedehn im Tor einen von seinen insgesamt drei parierten Strafwürfen vereiteln. Auch die Gäste leisteten sich aber den Luxus von zwei vergebenen Strafwürfen.

 

In Hälfte zwei war das Spiel weiterhin von einem überlegenen HSC geprägt und die gut 120 Zuschauer durften mit ansehen wie der Torabstand bis zum Endstand von 30:15 stetig anstieg. Phasenweise hatte man dabei den Eindruck, dass sich allein Rene Baaske, mit neun Treffern erfolgreichster Werfer seines HSV, noch der Niederlage entgegenstellte. Das tat der Freude der Gäste über den erst zweiten Auswärtssieg der Saison aber keinen Abbruch. Auch Björn Bischoff, ein Neuzugang vor der Saison, nun schon Schlüsselspieler, kommentierte entsprechend positiv: „Wir haben von Anfang an keine Zweifel gelassen, wer hier als Sieger aus der Halle gehen soll. Auch wenn ich allein sechsmal Holz getroffen habe, so können wir doch insgesamt zufrieden sein und ich hoffe dass wir uns jetzt endgültig etwas nach oben orientieren können.“ Und tatsächlich schleichen sich die Frankfurter langsam ans obere Drittel der Tabelle heran. Auch wenn in der Liga alles eng beieinanderliegt, so ist der sechste Tabellenplatz schon ein erster Achtungserfolg. Vor allen Dingen liegen die Spiele gegen den ersten und zweiten des Tableaus bereits hinter der Mannschaft.

 

Trainer Pietzsch, der sein Team auch nach guten Spielen gerne mal kritisiert, fand auch zu dieser Begegnung ein gemischtes Fazit: „Im Prinzip bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Allerdings wurmen mich die Anfangsphase und die viele vergebenen Großchancen doch. Es geht zwar nie alles rein, aber zig Pfostentreffer und drübergeschraubte Würfe sowie zwei verschenkte Siebenmeter, das muss nicht sein. Ich freue mich aber darüber, dass insgesamt neun Spieler getroffen haben.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (3), Rico Rohde (4), Heiko Wessely, Jakob Streichert (1), Christian Graf (3), Björn Bischof (5), Robert Karney (6), Matthias Richter (1), Enrico Axt (3), Christian Wessely (4), Sebastian Bähr

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrej

Mannschaftsverantwortlicher: Karl-Heinz Scholz

Zeitstrafen: HSC 9 (1x rot für 3x2min); HSV 6

HSC holt die ersten Rückrundenpunkte

von Gregor Menz

 

Gegen eine motivierte Vertretung des Tabellenletzten vom SV Blau-Weiß Perleberg gelang dem HSC 2000 Frankfurt ein souveräner Heimauftritt vor 120 Zuschauern. War das Hinspiel noch bis zur letzten Sekunde umkämpft und endete glücklich mit nur einem Tor Vorsprung für den HSC, so macht es die Mannschaft von der Oder diesmal nicht so spannend und bestimmte das Spiel über weite Phasen. Sie siegte daher auch verdient deutlich mit 33:26.

 

Dabei merkte man den Gästen vor allem anfangs an, dass sie durchaus gewillt waren, sich dem drohenden Abstieg noch entgegenzustellen. Auch schienen die Perleberger durch ihren Erfolg in der Vorwoche gegen den Tabellenfünften Westhavelland noch zusätzlich beflügelt worden zu sein. Jedenfalls entspann sich eine ausgeglichene Anfangsviertelstunde in der sich keine Seite einen entscheidenden Vorteil zu sichern vermochte. Dann aber folgten die wohl entscheidenden Minuten des Spiels. Die Oderstädter legten einen 7:1-Lauf hin und brachten sich so auf die Siegerstraße. Entscheidenden Anteil hatte dabei wieder einmal der überragende Christian Wessely, der insgesamt 11 Treffer (davon zwei Siebenmeter) erzielte. Zur Pause hieß es dann 16:11.

 

Christian Wessely kommentierte die Begegnung so: „Irgendwie hatte das Spiel mit der frühen hohen Führung eine Parallele zum Hinspiel unter umgekehrten Vorzeichen. Dort hatte Perleberg einen Vorsprung von Sieben Toren nämlich noch aus der Hand gegeben. Das wollten wir natürlich unbedingt verhindern und sind entsprechend aufgetreten. Der Plan ist dann ja auch aufgegangen. Der Gegner hat sich aufgerieben um wieder aufzuschließen. Wir haben immer geantwortet und konnten am Ende noch mit einigen Gegenstößen den Abstand sogar etwas ausbauen. Unser Plus war sicher auch, dass wir einfach in der Breite gefährlicher waren.“

 

Damit ist die zweite Spielhälfte auch schon beschrieben. Die Blau-Weißen mühten sich zwar eine Verkürzung des Abstands zu erkämpfen, blieben aber auf den meisten Positionen zu harmlos. Lediglich mit ihrem wurfstarken Halblinken verfügten sie über ein Überraschungsmoment. Die Frankfurter kamen dagegen viel leichter zu ihren Toren und waren auch variantenreicher. Insbesondere die Anspiele an den Kreis klappten mitunter hervorragend. Der Endstand von 33:26 gibt daher angemessen den Spielverlauf wieder.

 

In der nächsten Woche geht es dann zum HSV Müncheberg / Buckow. Diese Mannschaft steckt nicht viel weniger als die Perleberger im Abstiegskampf und will daher sicherlich die Punkte unbedingt in der Heimhalle halten. Aber auch für den HSC ist dieses Derby eine richtungsweisende Partie. Je nach Ausgang kann man entweder den Anschluss ans Mittelfeld der Liga zementieren oder aber zurück in den Abstiegskampf fallen.

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (8), Rico Rohde (4), Christian Wessely (11), Robert Karney (5), Matthias Richter, Enrico Axt (3), Christian Graf (2), Eik Bimberg

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrei

 

Mannschaftsverantwortlicher: Karl-Heinz Scholz

 

Zeitstrafen: HSC 4; SV BW 4

 

Tabellenführer zeigt die Grenzen auf

von Gregor Menz

 

Schon vor dem Spiel hatte die knappe Besetzung des HSC 2000 Frankfurt gegen den Tabellenführer der Verbandsliga Nord, die Reserve des Drittligisten vom Oranienburger HC, lediglich die Parole Schadensbegrenzung ausgegeben. Das Erreichen dieses Minimalziels war den wenigen Frankfurter Akteuren, die diese schwere Auswärtsfahrt antraten, allerdings nicht vergönnt. Mit 41:21 gab es eine deutliche Abfuhr durch den Aufstiegsaspiranten Nr. 1. Vor allem in den ersten dreißig Minuten merkte man den Oderstädters dabei an, dass sie dieses Spiel schon lange vor dem Anpfiff abgehakt hatten. Einzig Björn Bischhof stemmte sich spürbar gegen eine noch höhere Klatsche. Der ehemalige Oranienburger war siebenmal gegen seinen Ex-Klub erfolgreich und damit auch erfolgreichster Schütze seiner Mannschaft.

 

Dabei kam der HSC sogar ordentlich in die Partei. Bis zum 3:3 sah es so aus, als könne man zumindest Schadensbegrenzung betreiben. Denn obwohl die Oranienburger leichter zum Torerfolg kamen, gelang zunächst immer eine schnelle Antwort. Spätestens aber nachdem die Heimmannschaft den ersten Vorsprung von drei Toren erzielt hatte, brach die Gegenwehr der Gästesieben fast vollständig zusammen. Alles was ein Handballspiel ausmacht, ließ sie nun vermissen. Weder im Angriff noch in der Deckung fand man zu einem körperbetonten Spiel. Im Gegensatz dazu arbeitete die Heimtruppe aggressiv, robust und konnte dann auch immer wieder gefährlich auf das Frankfurter Tor durchstoßen. Schon zur Pause war daher ein eindeutiges Zwischenergebnis von 17:7 abzulesen.

 

Die Pausenansprache war ziemlich laut,“ räumte Trainer Pietzsch ein. „Nicht dass ich mit einer Überraschung gerechnet hätte aber eine andere Einstellung meiner Mannschaft habe ich mir schon erhofft. Das Beste aus unserer Sich war noch die Steigerung der Torausbeute in Hälfte zwei. Trotzdem bleibt zu bedenken, dass wir im Vergleich zur Vorwoche auf fünf Spieler aus der ersten Reihe verzichten mussten und in dieser Konstellation weder trainieren noch spielen.“

 

Die Oranienburger ließen in der Tat nun mehr vor dem eigenen Tor zu und wechselten auch munter durch. Sie konzentrierten sich nun auf Gegenstöße und die eigene Torausbeute und so fielen noch weitere 38 Tore in Hälfte zwei zum Endstand von 41:21.

 

Damit rücken die Mannschaften von Platz 5 bis 10 in der Verbandsliga Nord eng zusammen. Sie trennen nur vier Punkte. Auf den Tabellenletzten hat der HSC 2000 indessen fünf Punkte Vorsprung und kann diesen hoffentlich am 14.02.2015 mit einer besseren Leistung vor eigenem Publikum ausbauen, wenn man den SV Blau-Weiß Perleberg empfängt.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (5), Rico Rohde (3), Heiko Wessely (3), Christian Graf, Uwe Rheinsberg (2), Björn Bischhof (7)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: HSC 3; OHC 2

Starker Auftritt nicht belohnt

von Gregor Menz

 

In einem spannungsgeladenen Spiel unterlagen die Männer des HSC 2000 Frankfurt dem derzeitigen Tabellenzweiten der Verbandsliga Nord vom SV Jahn Bad Freienwalde mit 26:30. Dabei verschenkten die Oderstädter eine mögliche Überraschung lediglich aufgrund einer kurzen Schwächephase und einigen Momenten in denen sich die Emotionen überschlugen. Dennoch sorgte der Auftritt bei 280 begeisterten Anhängern aus beiden Lagern für viel Beifall.

 

Ich kritisiere ja gerne und viel aber heute habe ich den besten Auftritt meiner Mannschaft in dieser Saison gesehen,“ fasste Trainer Jochen Pietzsch das Spiel aus seiner Sicht zusammen. „Zwar haben wir es versäumt die Punkte mitzunehmen aber dennoch haben alle Spieler insbesondere kämpferisch überzeugt. Das war Werbung für den Handballsport auch in dieser Spielklasse. Wenn wir nun manche Undiszipliniertheit noch abstellen, dann werden es alle Gegner hier in der Sabinushalle schwerhaben.“

 

Von Anfang an schenkten sich beide Mannschaften nichts. Viel Körperkontakt und auch einige Aktionen an der Grenze des Zulässigen gab es zu sehen, dazu eine hochmotivierte Heimtruppe die den Erfolg unbedingt erzwingen wollte. Über eine solide Deckung gelang es den Spielern des HSC sogar nach 20 Minuten einen Vier-Tore-Vorsprung zum Stand von 11:7 vorzulegen und diesen dann auch fast mit in die Pause zu nehmen. Zur Halbzeit hieß es allerdings nur 15:12 aus Sicht der Gastgeber wobei eigentlich sogar eine höhere Differenz möglich gewesen wäre. Die Nicklichkeiten nahmen allerdings dermaßen zu, dass es gleich drei Zweiminutenstrafen auf Seiten des HSC kurz vor dem Pausenpfiff gab. Darunter auch eine nach einer roten Karte für den bis dahin überragenden Defensivakteur in Reihen der Heimsieben, Matthias Richter. Dieser rutschte etwas unglücklich aus und in einen Gegenspieler hinein als er eine Wurfsituation von der Außenposition stören wollte.

 

Mit dieser Hypothek kämpften und haderten dann die Frankfurter für volle sieben Minuten nach dem Seitenwechsel. Die Jahn-Sportler nutzen die Überzahl und die daraus folgende Konfusion, um innerhalb von nur zwanzig Sekunden auf ein Tor aufzuschließen und im Folgenden noch nachzulegen und insgesamt einen 6:0-Lauf herauszuarbeiten. Von dieser Wende konnten sich die Pietzsch-Schützlinge nicht mehr erholen. Zwar gelang ihnen zum 18:19 und zum 22:23 noch einmal der Anschluss aber einen erneuten Ausgleich konnten sie nicht erzwingen. Die Gelegenheiten dazu gab es freilich, es fehlte aber in den entscheidenden Momenten einfach das Quäntchen Glück oder die Abgeklärtheit. Am Ende gab es sogar noch die Möglichkeiten heranzukommen. Zwei Minuten vor Schluss beim Stand vor 26:28 kamen die Oderstädter in Ballbesitz, ließen die Gelegenheit aber ungenutzt und mussten noch zwei weitere Gegentreffer zum Endstand von 26:30 hinnehmen. Dennoch war die Mannschaft mit dem Spiel zufrieden. Christian Wessely kommentierte: „Das war hier heute ein richtiges Handballerlebnis auch aufgrund der tollen Unterstützung durch die Fans. Einige schauen sich ja jedes Spiel an und kommen auch wieder, wenn es mal nicht so ansehnlich war. Heute konnten wir diesen Zuschauern etwas zurückgeben. Schade ist trotzdem, dass wir uns diese kurze Auszeit genommen haben aber die Freienwalder stehen ja auch nicht umsonst mit nur einer Niederlage am oberen Ende der Tabelle.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (10), Rico Rohde (4), Heiko Wessely, Christian Wessely (5), Robert Karney (4), Sebastian Bähr, Jakob Streichert, Matthias Richter, Karsten Borngräber, Dominik Spahn, Enrico Axt (3), Christian Graf

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrei

 

Zeitstrafen: HSC 6 (1x rot); SV Jahn 2 (1x rot)

 

Torfolge: 0:2; 6:2; 7:6; 11:7; 13:10; 15:12 / 15:18; 18:19; 19:22; 22:23; 23:27; 26:30

Gelungener Abschluss der Hinserie

von Gregor Menz

 

Der HSC 2000 Frankfurt hat sich nach der Weihnachts- und Neujahrspause mit einer über weite Strecken des Spiels überzeugenden Leistung zurückgemeldet. In einer, trotz einiger Unzulänglichkeiten im Torabschluss, von einem überlegenen HSC geprägten Partie, siegte dieser am Ende auch in der Höhe verdient mit 27:14. Die Vertretung des SV Motor Hennigsdorf agierte dagegen vor allem im Positionsangriff viel zu harmlos.

 

Mit diesem Erfolg endete die erste Halbserie in der für die Oderstädter bis zum Saisonbeginn unbekannten Verbandsliga Nord. Sie stehen dort derzeit auf dem achten Tabellenrang in der Zwölfer-Liga und erreichten 9 von bisher möglichen 22 Punkten. Der Anschluss ans Mittelfeld der Liga wurde damit gewahrt. Hinter dem HSC stehen dabei genau jene vier Mannschaften, die sie im Laufe der Saison schlagen konnten. Allerdings zeigte das Spiel am Wochenende, dass in den Frankfurtern durchaus das Potential für eine bessere Platzierung steckt. Über eine solide Deckung und einen erneut gut aufgelegten Lars Kleedehn im Tor, beherrschten die Gastgeber die Hennigsdorfer über weite Phasen des Spiels.

 

Von Anfang an präsentierte sich die Heimsieben vor allem in der Deckung und im Rückzugsverhalten konzentriert. Sie versäumte es lediglich einen größeren Vorsprung als die sechs Tore zur Pause zu erspielen (Pausenstand 11:5). Mitunter fahrlässig wurden selbst beste Chancen vergeben. Dennoch gab es viele gelungene Aktionen zu sehen. Insbesondere die Anspiele an den Kreis zu Sebastian Bähr klappten hervorragend. Auch spielerisch hat die Mannschaft dabei einen Schritt nach vorne gemacht. Obwohl Leistungsträger wie Björn Bischof und Enrico Axt fehlten und auch nur zehn Spieler zur Verfügung standen, wurden zusammengenommen deutlich weniger Fehler im Spielaufbau gemacht als noch in den letzten Spielen.

 

In der zweiten Hälfte gelang dann eine weitere Steigerung. Nach einer ausgeglichenen Phase konnten sich nämlich zwei Spieler, die sonst weniger Einsatzzeiten bekommen, in beeindruckender Manier selbst in den Mittelpunkt rücken. Heiko Wessely und Rico Rohde drehten auf und erzielten einige sehenswerte Treffen durch Einzelaktionen und über den Gegenstoß. Damit rundeten sie einen gelungenen Heimauftritt vor 100 Zuschauern ab, die trotz eines starken Konkurrenzangebots ihren Weg in die Sabinushalle fanden. Belohnt wurden sie dann mit einem souveränen 27:14-Heimerfolg ihrer Mannschaft.

 

Die beiden Trainer des HSC bewerteten das Spiel dann leicht unterschiedlich. Während Joszef Szendrei die positiven Aspekte betonte und vor allem lobte, fand Jochen Pietzsch eher kritische Worte. So sagte Jozsef Szendrei: „Unser Torhüter und die Deckung funktionieren schon gut. Außerdem scheinen wir die fetten Tage doch insgesamt besser als gedacht weggesteckt zu haben. Das stimmt mich optimistisch für den Rest der Serie.“ Jochen Pietzsch hält dagegen: „Wir müssen für die Zuschauer auch mal zeigen was wirklich möglich wäre. Die Abschlüsse sind, was Kraft und Genauigkeit angeht, nicht das, was im Training gezeigt wird. Diese Hemmung einzelner Spieler stört mich doch gewaltig. Dazu immer wieder die immer gleichen Kleinigkeiten die nicht stimmen. Dazu eine zu lasche Haltung. Nächste Woche gegen Bad Freienwalde werden solche Nachlässigkeiten dann wieder eiskalt bestraft. Ich gehe trotzdem davon aus, dass wir eine leicht bessere zweite Runde spielen werden.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (6), Rico Rohde (4), Heiko Wessely (3), Christian Wessely (4), Robert Karney (5), Sebastian Bähr (3), Jakob Streichert (1), Matthias Richter (1)

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrei

 

Zeitstrafen: HSC 1; Motor 1

Keine Geschenke am Nikolaustag

von Gregor Menz

 

In einem Spiel das keinen Sieger verdient hatte und in dem die beiden Mannschaften offensiv wie im Winterschlaf agierten, gewann am Ende die etwas wachere SG Westhavelland gegen den HSC 2000 Frankfurt mit einem Ergebnis wie aus längst vergangenen Handballzeiten. Am Ende bekamen die Zuschauer nur magere 30 Tore zu sehen und die SG durfte sich über einen 17:13-Heimerfolg freuen.

 

Zwei positive Aspekte sind über das Spiel der Oderstädter festzuhalten. Zunächst zeigte sich der Deckungsverbund engagiert und weiterhin präsentierte sich auch Lars Kleedehn im Tor über das gesamte Spiel in überragender Form. Leider reichten diese beiden Gesichtspunkte nicht aus, um die zwei Zähler aus der Halle in Rathenow zu entführen. Der HSC vergab aufgrund vollkommener Harmlosigkeit im Angriff vor allem in Hälfte zwei ein besseres Resultat, wobei die 20 Schlussminuten, in denen nur ein Tor erzielt werden konnte besonders negativ hervorstachen. In dieser Zeit verschenkte man förmlich die durch gute Ansätze erarbeiteten Vorteile und überließ dem Gegner unnötigerweise das Erfolgserlebnis zur anstehenden spielfreien Weihnachtszeit.

 

Dabei hatte man zur Pause noch mit einem mageren aber verdienten 7:8-Vorsprung geführt. Nachdem nämlich die SG etwas besser mit 3:1 ins Spiel gestartet war, bekamen die Ostbrandenburger einen besseren Zugriff auf das Spiel. Über Anspiele zum Kreis und Würfe über die halbrechte Position gelangen die Aktionen, welche die Mittel zu sein schienen, um an diesem Tag als Sieger vom Platz gehen zu können. Auch nach dem Wiederanpfiff konnte man so den Spielverlauf zunächst positiv gestalten. Nach 40 Minuten hieß es 9:12 als die Frankfurter das Torewerfen plötzlich fast gänzlich einstellten. Zunächst konnten die Hausherren dann ausgleichen und 8 Minuten lang gab es anschließend von beiden Seiten kein Tor mehr sehen. Gründe dafür waren sicherlich ordentlich arbeitende Deckungsreihen aber teilweise auch eklatante Schwächen beim Abschluss und mangelnde Kreativität im Angriff. Der HSC ließ zudem mehrfach im Spiel den Vorteil von Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen. In der Schlussphase hatten dann die Westhavelländer das bessere Ende für sich. Ihnen gelangen in den entscheidenden Minuten gleich zwei schnelle Tore, welche das Endergebnis von 17:13 einläuteten.

 

Trainer Jochen Pietzsch meinte zum Spiel: „Das war hier heute völlig verschenkt. Warum wir von einem Moment auf den anderen keine Tore mehr erzielten, kann wohl nur damit erklärt werden, dass einige mit dem Kopf bereits bei der für den Abend angesetzten Weihnachtsfeier waren.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (3), Rico Rohde (1), Heiko Wessely, Christian Wessely (4), Robert Karney (5), Sebastian Bähr, Jakob Streichert, Matthias Richter, Karsten Borngräber

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrei

 

Zeitstrafen: HSC 1; SGW 4

Souveräner Heimauftritt mit Kantersieg belohnt

von Gregor Menz

 

Nach der bisher holprigen Vorrunde in der Verbandsliga gelang dem HSC 2000 Frankfurt gegen die Reserve des 1. SV Eberswalde ein deutliches Ausrufezeichen. Mit einer über alle Positionen guten Leistung konnte ein klarer 29:13 Heimsieg vor 100 zufriedenen Zuschauern errungen werden. Erfreulich war dabei auch, dass nach Wochen voller Verletzungssorgen, Arbeitsverpflichtungen und privaten Verhinderungsgründen wieder fast alle Spieler in den Kader zurückkehren konnten, was auch Trainer Joszef Szendrei positiv anmerkte: „Langsam sind alle mit an Bord und wir konnten gleich intensiver Trainieren. Heute gab es deutlich weniger Fehler als noch in den vorangegangenen Spielen und die Deckung stand auch besser. Trotzdem ist dies noch kein Grund zur Euphorie, dafür war unser Gegner heute einfach nicht stark genug.“

 

Vor allem in Halbzeit eins fanden die Gäste so gut wie keine Mittel um an der Frankfurter Abwehr vorbeizukommen, was dann doch mal den Weg auf das Tor fand, konnte der sichere Torsteher zumeist entschärfen. Weder aus dem Rückraum noch über Anspiele an den Kreis oder über Tempoaktionen wussten die Eberswalder zu überzeugen und die Oderstädter konnten sich erst auf 3:0, dann auf 7:1, 12:2 und schließlich auf den Halbzeitstand zum 13:3 absetzen. Dabei gelangen vor allem im Angriff viele ansprechende Aktionen. Schnelle Seitenwechsel, einige schöne Ballstafetten und bedingungsloses Draufgehen waren zu sehen und wurden zumeist sogar belohnt. Vor allen Dingen Robert Karney präsentierte sich nach dem Abbüßen einer Sperre in guter Form und konnte insgesamt 6 Treffer erzielen.

 

Nach Wiederanpfiff gab es dann für gut 10 Minuten erstmalig einen richtigen Wettkampf zu sehen. In dieser Phase konnten sich die Gäste auf 17:10 herankämpfen, bevor die Frankfurter diese kurze Schwächephase abschüttelten und mit einem 7:0-Lauf antworteten. Spätestens jetzt hatte der SV das Spiel auch aufgegeben wobei positiv anzumerken ist, dass es zwar intensive aber keine unfairen Zweikämpfe gab. Dazu trugen sicherlich auch die beiden Unparteiischen aus Babelsberg bei, die eine sehr gute Spielleitung an den Tag legten. Am Ende siegten die Männer des HSC nach einer über weite Strecken überlegen geführten Partie hochverdient mit 29:13. Ein Ergebnis mit dem auch der kritische andere Trainer des HSC, Jochen Pietzsch, fast zufrieden sein konnte: „Die Mannschaft hat eine stark verbesserte Einstellung gezeigt. Dennoch haben wir noch viel zu viel liegenlassen, aber auf solchen Leistungen können wir aufbauen. Nun gilt es auch versöhnlich in die Weihnachtszeit zu starten und in der nächsten Woche auch auswärts eine ansprechende Leistung gegen die SG Westhavelland abzurufen.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (3), Rico Rohde (3), Björn Bischof (7), Heiko Wessely, Enrico Axt (2), Christian Wessely (3), Robert Karney (6), Sebastian Bähr (3), Jakob Streichert (2), Christian Graf

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrei

 

Zeitstrafen: HSC 3; SVE 5

Auswärtspunkte verschenkt

von Gregor Menz

 

Der Frankfurter HSC 2000 ist beim SV Blau Weiß Wusterwitz ein freundlicher Gast und verschenkt mögliche Punkte nachdem er in Halbzeit eins 20 Minuten lang wie gelähmt agierte und in Hälfte zwei dann das sogenannte letzte Quäntchen fehlte, um die Partie noch zu drehen. So hieß es nach einem eher schwachen aber zum Ende hin sehr spannenden Spiel 25:24 für die Gastgeber.

 

Trainer Jochen Pietzsch beschrieb die Umstände des Spiels so: „Beim letzten Training standen wir schon wieder vor der Absage. Zum Glück half uns die Zweite zu Lasten ihres Spiels aus. Dafür ein großes Dankeschön. Wir mussten aber auf jeden Fall antreten, um Robert Karney endlich freispielen zu können (zwei Spiele Sperre; Anm. Autor). Dazu hatten wir noch zwei angeschlagene Spieler dabei. Unter diesen Umständen ist das Ergebnis in Ordnung. Umso ärgerlicher, dass hier eigentlich mehr drin war. Wenn man so knapp besetzt ist, kann man aber sieben Tore Rückstand zur Pause kaum aufholen. Daher haben wir das Spiel in Hälfte eins verloren. Die Einstellung danach stimmte.“

 

Damit ist das Spiel auch schon weitestgehend beschrieben. Der personell angeschlagene HSC fand zunächst gut ins Spiel. Es gab eine Anfangsphase in der die Mannschaften auf Augenhöhe agierten und in der neunten Spielminute stand es 7:6 für den SV. Nun folgten 21 Minuten in denen die Oderstädter plötzlich Fehler über Fehler produzierten. Im Angriff folgten neun technische Fehler und die Wusterwitzer konnten über den Gegenstoß leichte Tore erzielen. Was folgte war ein 7:0-Lauf der Heimmannschaft zum 14:6, wobei der HSC 17 Minuten lang kein Tor erzielen konnte. Anschließend ging es mit 15:8 in die Kabinen.

 

Nach Wiederanpfiff schien es zunächst so, als liefe das Spiel weiter in Richtung der Blau-Weißen. Schnell konnten diese die ersten zwei Treffer markieren und nun mit neun Toren in Front gehen. Allerdings fanden die Frankfurter anschließend besser in die Partie. Sie konnten jetzt jede Aktion des SV beantworten und agierten auch mit deutlich weniger Fehlern. Langsam aber stetig schmolz der Vorsprung der Heimmannschaft dahin. Beim 21:18 in der 45. Spielminute waren die Frankfurter die tonangebende Mannschaft. Insbesondere Matthias Richter (5 Tore) konnte gute Akzente mit überraschenden Durchbrüchen setzen. Allerdings gelang den Hausherren nach einer Auszeit nochmals eine 6 Tore Führung, die aber keinen Bestand haben sollte. Die Männer von der Oder kamen nochmals Tor um Tor heran. Beim 25:24-Zwischenstand 40 Sekunden vor Spielende hatte der HSC sogar die Möglichkeit den Ausgleich zu erzwingen. Nach einem Ballgewinn landete ein überhasteter Pass des ansonsten gut aufgelegten Frankfurter Schlussmannes nur im Aus womit die Chance zum Ausgleich dahin war und das Spiel am Ende 25:24 für die Heimmannschaft endete.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (9), Rico Rohde (5), Matthias Richter (5), Jakob Streichert, Christian Graf, Karsten Borngräber (2), Mirko Lange, Christian Wessely (3)

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrei

Mannschaftsverantwortlicher: Karl-Heinz Scholz

 

Zeitstrafen: HSC 5 ; SV BW 6

Punkteteilung gegen Grünheide

von Gregor Menz

 

Den Frankfurter Handballermännern des HSC 2000 gelang gegen die zweite Mannschaft des Grünheider SV trotz weiterhin übersichtlicher Spielerdecke ein Schritt nach vorne. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge (letzte Woche aufgrund einer Spielabsage) behielten die Oderstädter einen Punkt in der eigenen Halle. Nach dem Schlusspfiff zum 24:24-Endstand war diese Punkteteilung nach dem Verlauf der zweiten Spielhälfte allerdings zu wenig.

 

Das treue Frankfurter Publikum bekam von Anfang an eine umkämpfte Partie zu sehen. In der ersten Viertelstunde taten sich dabei beide Mannschaften sehr schwer Tore zu erzielen. Der Zwischenstand lautete 5:5 und keine Seite konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Zum Ende der ersten Hälfte vergab der HSC allerdings mehrere gute Gelegenheiten und ermöglichte so einen 7:10-Vorsprung für die Männer von der Löcknitz. Bis zur Pause konnten diese den Vorsprung dann weitestgehend konservieren und mit einem 10:12 in die Pause gehen.

 

In der Kabine war die Mannschaft dennoch zuversichtlich das Spiel noch drehen zu können. Der Rückstand war diesmal nicht Folge der Überlegenheit des Gegners, sondern resultierte aus minimalen Nachlässigkeiten und etwas Pech im Abschluss. Mit dieser Gewissheit ging es in die zweite Spielhälfte, welche weitestgehend von der Heimmannschaft dominiert wurde. Zunächst gelang der Ausgleich beim Stand zum 16:16 bis es mit dem 18:17 die erste Führung für den HSC seit den Anfangsminuten des Spiels zu sehen gab. Anschließend konnte sich die Heimsieben sogar mit drei Toren auf ein 22:19 absetzen und hätten in dieser entscheidenden Phase den Sack zumachen müssen. Beide Mannschaften vergaben in diesen Minuten eine Vielzahl an besten Einwurfmöglichkeiten, ehe die Gäste den Bann brechen konnten. In der Hektik der Schlussminuten kehrte dann die anzureichende Torausbeute zurück. Gleich mehrfach wurde der Sieg vergeben und die Gäste nutzten dies, um sich einen Punkt zu sichern. Mit 48 Sekunden auf der Uhr führten die Frankfurter bei eigenem Ballbesitz 24:23 und nahmen eine Auszeit. Es sollte einfach die Zeit runtergespielt werden. Stattdessen folgte ein Pfostentreffer und im Gegenzug der Ausgleich. Zeit für einen Angriff verblieb und ein Grünheider Spieler sah noch für das Stören des Anwurfes die rote Karte. Ein Spielzug mit Abschluss zum Kreis folgte, wurde aber nicht platziert genug durchgeführt. Jetzt kamen die Gäste sogar noch in den Gegenstoß, welcher auf Kosten eines Freiwurfes am Neunmeter abgelaufen werden konnte. Der anschließende Wurf landete an der Latte und das Ergebnis lautete 24:24.

 

Das Publikum war trotz des vergebenen Sieges mit dem Spiel ihrer Mannschaft zufrieden und auch der Trainer Pietzsch zeigte sich versöhnlich: „Schade, dass wir hier heute nicht beide Punkte hierbehalten konnten. Allerdings hat die Mannschaft grade in der zweiten Hälfte eine sehr gute kämpferische Einstellung bewiesen. Mit dieser Einstellung und der deutlich gesunkenen Fehlerquote können wir optimistisch in die nächsten Begegnungen gehen. Aber leider bleibt die Personalsituation angespannt.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (7), Rico Rohde (3), Matthias Richter (4), Björn Bischof (6), Heiko Wessely (1), Heiko Hildebrand (1), Uwe Rheinsberg, Enrico Axt (2), Christian Wessely

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrei

 

Zeitstrafen: HSC 4 ; SV Jahn 2 / 1 rot

Keine Kontinuität in der Kurstadt

von Gregor Menz

 

 

Vor einer herausragenden Zuschauerkulisse mit bester Stimmung unterlag der HSC 2000 Frankfurt verdient aber zu hoch gegen eine der bisher ungeschlagenen Spitzenmannschaften der Verbandliga Süd, den SV Jahn Bad Freienwalde mit 41:29. Unterhaltung wurde dem Freienwalder Publikum dabei trotz der hohen Tordifferenz mehr als genug geboten. Die Eckdaten der Partie lauteten: 70 Tore, 13 Zweiminutenstrafen, eine Disqualifikation, gute Torhüteraktionen, viele Siebenmeter und genug harte Zweikämpfe für mehr als ein Spiel. Insbesondere in der ersten Hälfte war die Partie dabei wirklich auch spannend.

 

Die Frankfurter konnten personell wieder auf mehr Spieler zurückgreifen als noch in der Vorwoche und vor allem die Einsätze von Bjön Bischof und Heiko Hillebrand trugen Früchte. So konnten sich aufgrund der dazugewonnenen Variabilität fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen. Dennoch brauchte die Mannschaft wieder einmal eine Findungsphase. Früh führten die Gastgeber mit 2:0, ehe die Frankfurter ins Spiel fanden und den Anschluss zum 4:3 erzielen konnten. Schon jetzt zeichnete sich allerdings ein Unterschied ab, der über die ganze Spielzeit zu beobachten war. Die Kurstädter benötigten nur wenige Aktionen um druckvoll auf das gegnerische Tor zu kommen, während die Sieben von der Oder deutlich länger und weniger druckvoll agierte. Mit dieser Spielweise konnten sich die Kurstädter dann auch erstmalig absetzen. 9:4 hieß es nach 12 Minuten, wobei von den ersten sechs Toren der Heimtruppe, vier vom Punkt erzielt wurden. Eine Auszeit brachte die nötige Ruhe und die Frankfurter kämpften sich nun auf ein 12:11 heran. Konnten aber trotz diverser Möglichkeiten den Ausgleich nicht erzwingen. Hier zeigte sich, dass Kontinuität fehlte. Wenn etwas klappte, dann folgte postwendend ein Fehler. Zur Pause ging man daher mit einem 19:15 Rückstand in die Kabine.

 

Nach Wiederanpfiff legten die Gastgeber direkt zwei Tore nach und die Frankfurter leisteten sich ihre schwächste Phase in der der Gegner bis zum 32:20 enteilen konnte. Bis zum Ende der Partie konnten die Oderstädter die weiteren Gegentreffer dann zwar beantworten, verpassten es dabei allerdings ein besseres Ergebnis mitzunehmen. Einige vergebene Großchancen und zwei nicht verwandelte Siebenmeter, sowie eine direkte rote Karte gegen Robert Karney wegen eines angeblichen Faustschlags in der 52. Spielminute, zementierten den Abstand. So hieß es am Ende verdient 41:29 für die Mannschaft aus Bad Freienwalde, die insgesamt dynamischer auftrat und mit deren Tempo und Zielstrebigkeit die Frankfurter nur phasenweise mithalten konnten.

 

Christian Rippin, mit neun Treffern erfolgreichster Werfer des HSC, kommentierte den Unterschied so: „Man merkt eben, dass hier ein ganz anderer Zug herrscht. Wir trainieren immer nur mit wechselnden Gruppen und die Mannschaft ist auch jedes Mal anders zusammengesetzt. Da sind die Vorteile dann klar verteilt.“

 

Am 01.11.2014 um 16.00 Uhr empfängt der HSC 2000 dann einen der Top-Aufstiegsaspiranten, die Reserve des VfL Potsdam in der Sabinushalle. Die Potsdamer stehen derzeit auf dem dritten Tabellenrang und mussten sich bisher nur dem verlustpunktfreien Spitzenreiter OHC II mit nur einem Tor Differenz geschlagen geben. Guten Handball gibt es also auf jeden Fall geboten, zumal der VfL jetzt, nach eigenem Bekunden, sogar trainiert.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (9), Rico Rohde (3), Robert Karney (4), Matthias Richter (1), Björn Bischof (4), Jakob Streichert (3), Heiko Wessely, Heiko Hildebrand (4), Ringo Pfaum

 

Trainer: Joszef Szendrei

Mannschaftsverantwortlicher: Karl-Heinz Scholz

 

Zeitstrafen: HSC 5 ; SV Jahn 8

 

Notbesetzung unterliegt deutlich

von Gregor Menz

 

 

Für die Männer des HSC 2000 Frankfurt ging es am Wochenende in die Hangarhalle des SV Rot-Weiß Werneuchen. Mit dem ersten Heimerfolg aus der Vorwoche im Gepäck wollte die Mannschaft eigentlich in der Fremde nachlegen. Beim Abschlusstraining war mit Blick auf die Spielerdecke aber schon klar, dass dies ein wohl eher schwierig durchzuführendes Unterfangen werden würde. So kam es dann leider auch. Mit freundlicher Unterstützung der Frankfurter Zweiten und drei Torhütern, sowie diversen angeschlagenen Spielern unterlagen die zehn Akteure der Oderstädter am Ende verdient deutlich mit 30:19.

 

Wieder zeigten sich viele der Fehler, die man eigentlich bereits abgestellt haben wollte. Unsicherheiten im Spielaufbau, zahlreiche Kopf-runter-und-drauf-Abschlüsse sowie das dauerhafte Übersehen freistehender Außenspieler oder Einläufer, um nur einige zu nennen. Dies lud die Randberliner immer wieder zu Gegenstößen ein, die zu Gunsten der Frankfurter häufig sogar ungenutzt blieben. Auch leisteten sich die Gastgeber immerhin sechs vergebene Strafwürfe, so dass das Ergebnis durchaus hätte noch deutlicher ausfallen können. Dennoch blieb Trainer Pietzsch gelassen: „Der Gegner war in der Konstellation besser, hatte zudem schon beim Aufwärmen mehr Spieler zur Verfügung als er einsetzen konnte. Da hätten meine Spieler heute schon über sich hinauswachsen müssen, um etwas mitzunehmen. Leider haben zudem fast nur die Halben getroffen. Da gibt es aber, außer bezüglich der individuellen Fehler, keine Kritik an der Mannschaft. Vielmehr sollten lieber einige ihre Einstellung hinterfragen, die aus fadenscheinigen Gründen zu so einer kurzen Auswärtsfahrt nicht mitkommen, während andere hier angeschlagen und nach einer Nachtschicht noch mitfahren.“

 

Unter diesen Voraussetzungen war die Partie dann auch folgerichtig zur Halbzeit bereits entschieden. Die vielen Zuschauer in der Halle, die ihre Mannschaft lautstark, wenn auch nicht immer fair, unterstützten, sahen zur Pause bereits einen sicheren 15:9 Vorsprung. Das Erfolgsrezept der Rot-Weißen dazu war eine gute läuferische Einstellung und eine aggressive Deckung. Wobei die Grenze zu einer übertriebenen Härte eine fließende war, welche mitunter auch überschritten wurde. So musste Mirko Lange bereits nach zehn Minuten das Spielfeld verlassen, nachdem er einen heftigen Schlag ins Gesicht erhalten hatte. Die Spuren dieses Schlages erinnerten eher an einen Boxkampf als an ein Handballspiel. Leider gelang es den Schiedsrichtern nicht immer angemessen auf diese Gangart zu reagieren, obwohl sie bereits in der Vorwoche als Verantwortlich beim Heimspiel des HSC auf einen solchen möglichen Verlauf hingewiesen hatten.

 

In der zweiten Spielhälfte kam an einem für den HSC ohnehin schwarzen Tag auch noch Pech hinzu. Des bis dahin engagiert auftretende Christian Graf zog sich auch noch eine Verletzung zu. So kam am Ende alles zusammen und die Mannschaft musste sich dem Gegner am Ende mit 30:19 geschlagen geben.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T), Thomas Heinemann (T); Christian Rippin (9), Rico Rohde, Christian Graf (1), Robert Karney (7), Matthias Richter (2), Mirko Lange, Karl-Heinz Scholz

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: HSC 4 ; RWW 6

Erster Heimerfolg für den HSC

von Gregor Menz

 

 

Nach der Partie fiel das Fazit der Frankfurter Spieler sehr durchwachsen aus. Einige betonten die überlegen geführten 40 mittleren Spielminuten, andere ärgerten sich noch über die letzten 10 Minuten ohne Biss, welche ein deutlich höheres Ergebnis zunichte gemacht hätten. Insgesamt freute man sich beim HSC 2000 Frankfurt aber über einen verdienten 31:27-Erfolg gegen den HSV Müncheberg/Buckow.

 

Über weite Strecken der Begegnung sahen die 100 Zuschauer in der Sabinushalle eine überlegene Heimmannschaft, die weniger vom Gegner als von den eigenen Fehlern vor Probleme gestellt wurde. Kleine, immer wiederkehrende Unsicherheiten sorgten so dafür, dass trotz vieler guter und gelungener Aktionen der Oderstädter, ein nicht wirklicher „runder“ Gesamteindruck vom Spiel blieb. Zunächst brauchte die Deckung wieder gute 10 Minuten um zu ihrer Form zu finden. Daher blieb es zunächst auch knapp. Bis zum Stand von 10:10 konnten die Gäste immer wieder zu leicht Anschluss finden. Dabei schienen viele Treffer der Gäste eher zufällig zu entstehen. Eine Gefahr aus dem Rückraum gab es nicht und auch geplante Angriffsvarianten waren nur wenige auszumachen. Dennoch stimmte die Moral und so wurde zumindest in der Abwehr rustikal zugepackt. Mit den nur sieben Zeitstrafen über die gesamte Spielzeit waren beide Seiten gut bedient. Weiterhin vergaben die Frankfurter aber viele sehr gute Einwurfgelegenheiten, und dass obwohl sie insgesamt mehr Torgefahr ausstrahlten und leichter und ansehnlicher zu Torabschlüssen kamen. So erklärt sich auch das knappe Halbzeitresultat von 15:12.

 

Nach der Pause folgten dann die besten 20 Minuten des Spiels, jedenfalls wenn man es mit dem HSC hielt. Ein überragend auftretender Matthias Richter, der nach einer langwierigen Schulterverletzung nach fast 10 Monaten wieder in die Mannschaft zurückgekehrt war, zog ein ums andere Mal die Fäden im Angriff. Auch bei Christian Rippin zeigt sich eine ansteigende Form. Der ambitionierte Rückraumschütze konnte 9 Tore zum Sieg des HSC beisteuern und zeigt sich auch in der Deckung immer mehr als wichtige Stütze. Er selbst legt darauf auch besonderen Wert: „Ich will mich immer weiterentwickeln. Nach Frankfurt bin ich ja auch gekommen, weil ich mit Trainer Pietzsch vor allem in der Deckungsarbeit zulegen wollte. Das trägt langsam Früchte.“ Zehn Minuten vor dem Ende machte sich die Überlegenheit der Heimmannschaft dann auch auf der Anzeigetafel bemerkbar. 30:20 war dort zu lesen und hätte dem HSC eigentlich genug Selbstbewusstsein für die Schlussminuten mitgeben müssen. Indes stieg die Fehlerquote noch einmal gewaltig an und man ließ einen 7:1-Lauf der Gäste zu. Mehr als Ergebniskosmetik gelang diesen allerdings nicht mehr und so hieß es am Ende verdient 31:27 für den HSC 2000.

 

Jochen Pietzsch, der die Mannschaft nunmehr seit 1½ Jahren trainiert, war trotz des Sieges alles andere als begeistert: „Die vielen Fehler, grade in der Schlussphase, sind dermaßen unnötig. Dass hat mit Handball manchmal wenig zu tun. Da sieht man gute Abläufe und dann folgt wieder irgendein Aussetzer. Das ist mehr als frustrierend. Hinterher heißt es dann bei einigen: Hauptsache gewonnen. Das gab es früher nicht. Ich fordere da eine bessere Einstellung.“ Eine solche können die Frankfurter bereits an den nächsten Wochenenden zeigen. An den Ferienwochenenden stehen zwei schwere Auswärtspartien gegen Werneuchen und Bad Freienwalde an.

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T), Lars Kleedehn (T); Christian Rippin (9), Rico Rohde (1), Heiko Wessely, Jakob Streichert, Christian Graf (3), Paul Witschorke (4), Björn Bischof (4), Robert Karney (5), Matthias Richter (3), Enrico Axt (2)

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Joszef Szendrej

Mannschaftsverantwortlicher: Christian Wessely

 

Zeitstrafen: HSC 3; HSV 4 

Auswärtspunkte in der Prignitz geholt

von Gregor Menz

 

 

Die lange Auswärtsfahrt in die Prignitz hat sich für den HSC 2000 Frankfurt gelohnt. Es konnten die wichtigen ersten zwei Punkte gegen den SV Blau-Weiß Perleberg gesichert werden. Nach einer insgesamt durchwachsenen Leistung und fulminanten 21 erzielten Treffern in der zweiten Spielhälfte konnte man sich am Ende hauchdünn aber verdient mit 35:36 durchsetzen.

 

Dabei sah es in den ersten 15 Spielminuten alles andere als gut für die Oderstädter aus. Der Spielbeginn wurde völlig verschlafen und dem Gegner viel zu viel Platz gelassen. Immer wieder gelang es den Blau-Weißen zum Kreis durchzustecken und von dort leichte Tore zu erzielen. Wenn dies nicht gelang, waren die Frankfurter häufig einen Fuß zu weit im Kreis oder einen Schritt zu spät, so dass es immer wieder Strafwürfe zugunsten der Gastgeber gab. Im ganzen Spiel sollten es 11 Stück sein, die dann sicher verwandelt wurden. Erst die beim Zwischenstand von 11:4 genommene Auszeit von Trainer Pietzsch konnte die Gäste etwas aus ihrer Lethargie wecken. Zunächst sollte der Abstand auf fünf Tore (11:6 bis zum 14:9) verkürzt werden bis dann eine weitere Annäherung auf drei Treffer Differenz gelang (14:11). Dieser Abstand blieb auch bis zur Halbzeitpause bestehen. Mit 18:15 ging es in die Kabinen.

 

Ob der Steigerung in der Schlussphase der ersten Hälfte gingen die neun Akteure des HSC selbstbewusst in den zweiten Spielabschnitt. Jeder einzelne konnte sich weiter steigern und schnell gelang der Ausgleich zum 19:19. Insbesondere die großgewachsene Aufbaureihe Karney, Bischof, Rippin zeigte nun ihre Treffsicherheit. Immer wieder konnten sie wuchtig einnetzen und so die Aktionen der Prignitzer beantworten. Diese hatten sich nämlich zwischenzeitlich wieder auf drei Tore abgesetzt und es entwickelte sich zwar kein hochklassiges aber doch packendes Handballspiel. Bis zum 26:26 ging es hin und her bis die Frankfurter erstmalig kurz in Führung gehen konnten. Was nun folgte waren ständige Führungswechsel, wobei die Gäste nunmehr die klareren Aktionen hatten und leichter ihre Tore erzielten. Sie versäumten es aber mehrmals in dieser Phase sich vorentscheidend abzusetzen. Als es 30 Sekunden vor Schluss dann den Treffer zum 35:36 gab, war zumindest der eine Punkt sicher. Die Perleberger versuchten ihr Glück über Außen, scheiterten jedoch. Die Zeit war abgelaufen aber das Spiel dennoch nicht beendet. Die insgesamt sicher leitenden Schiedsrichter deuteten auf den Siebenmeterpunkt und nach dem bisherigen Stand sollte das eine Punkteteilung bedeuten, denn der am Strich stehende Marcel Domagala hatte seine bisherigen 10 Strafwürfe allesamt sicher verwandelt. Nach einem kurzen Gespräch mit dem gegnerischen Torhüter landete der letzte Wurf des Spiels allerdings klatschend an der Wand hinter dem Tor und die Freude bei den Gästen über die ersten Auswärtspunkte war entsprechend groß.

 

Trainer Pietzsch fasste das Spiel aus seiner Sicht so zusammen: „Nach 15 Minuten dachte ich schon, dass wir hier ein Debakel erleben. Aber die Jungs haben sich selber aus dem Schlamassel gezogen und Moral bewiesen. Insbesondere Paul Witschorke zeigte mit seinen acht Toren eine gute Leistung. Trotzdem darf man sich so eine Anfangsphase eigentlich nicht erlauben. Das Beste an dem Spiel heute war eigentlich das Ergebnis.“

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz (T); Christian Rippin (7), Rico Rohde, Heiko Wessely (1), Jakob Streichert, Christian Graf (6), Paul Witschorke (8), Björn Bischof (7), Robert Karney (7)

 

Trainer: Jochen Pietzsch

 

Zeitstrafen: BWP 3; HSC 6

7m: BWP 11/10; HSC 4/4

HSC verpatzt Saisonauftakt

Der Saisonauftakt ist dem HSC 2000 Frankfurt vor gut 150 Handballfreunden aus der ganzen Region in eigner Halle ordentlich missglückt. Gegen die in allen Belangen überlegene Reserve des Oranienburger HC gab es eine herbe 17:35 Niederlage. Mit fünf erzielten Treffern war Björn Bischof dabei bester Mann im Aufgebot der Oderstädter. Dieser hatte bis zu seinem Wechsel nach Frankfurt ausgerechnet in eben jener zweiten Oranienburger Mannschaft gespielt.

 

Wir waren ja eigentlich gewarnt,“ kommentierte Trainer Jochen Pietzsch zum Spiel, „der deutliche Sieg der Oranienburger in der letzten Woche und die Hinweise von Björn haben die Mannschaft aber scheinbar eher gelähmt als angespornt. Anders kann mich eine solch hohe Tordifferenz nicht erklären. Natürlich hat die Reserve einer Drittligamannschaft uns vor allen in Sachen Qualität und Konstanz in der Gesamtabrechnung über alle Positionen einiges voraus. Dieser Unterschied beträgt aber normalerweise keine 18 Tore. Da war auch viel individuelles Versagen im Spiel. Vor allem ärgerte mich die mangelnde Bereitschaft in der Deckung körperlich zu arbeiten.“

 

Tatsächlich agierte die Heimmannschaft nur in den ersten 7 Minuten der Begegnung mit der nötigen Entschlossenheit. Was dann beim Stand von 3:4 den Bruch verursachte, lässt sich nur schwer erklären. Zunächst gelangen kaum noch offensive Aktionen, was den Gegner zu Gegenstößen und erweiterten Gegenstößen geradezu einlud. Erst nach 45 gespielten Minuten sollte den Gastgebern das 10 Tor gelingen. Immer wieder kam es zu technischen Fehlern oder schwachen Abschlüssen die dem Gegner leichte Ballgewinne bescherten. Die eigentliche Stärke der Frankfurter, den Gegner in dessen Positionsangriff zu stellen, konnte so natürlich kaum ausgespielt werden, da die Oranienburger nur selten überhaupt über einen längeren Spielaufbau angreifen mussten. Auch dass Christian Wessely nach 10 Minuten mit einer schmerzhaften Handverletzung ausfiel (doppelte Fraktur im Finger), sorgte für zusätzliche Unsicherheit in den Reihen des HSC. Mit einer mehr als deutlichen 6:18-Führung für den OHC II ging es dann in die Pause.

 

Im zweiten Durchgang änderte sich nichts Wesentliches. Erst in der letzten Viertelstunde konnte die Heimmannschaft mit 7 erfolgreichen Abschlüssen auf insgesamt 17 Treffer erhöhen und so etwas wie ein Handballresultat erzielen. Der OHC II ließ die Zügel da aber schon schleifen und gewährte zudem vermehrt seinen jüngeren Akteuren Einsatzzeiten. Als positive Randnotiz konnte sich der neue Torhüter Thomas Heinemann mit einem abgewehrten Strafwurf dem Frankfurter Publikum vorstellen. Zum Schlusspfiff hieß es dann hochverdient 17:35 für die Gäste.

 

Handballurgestein Jochen Pietzsch konnte am Ende aber dennoch verhalten optimistisch in die Zukunft schauen: „Vielleicht war das ja ein Weckruf für den einen oder anderen. Ohne körperbetontes Spiel geht nichts. Im Angriff nicht und erst recht nicht in der Abwehr. Der heutige Gegner ist aber nicht der Maßstab für uns. Gegen andere Mannschaften sieht das wieder ganz anders aus.“

 

HSC 2000 Frankfurt (Oder): Gregor Menz, Lars Kleedehn, Thomas Heinemann (T); Christian Wessely (1), Enrico Axt (2), Christian Rippin (4), Rico Rohde, Heiko Wessely, Jakob Streichert (1), Christian Graf (2), Paul Witschorke, Heiko Hillebrand (2), Björn Bischof (5), Sebastian Bähr

 

Trainer: Jochen Pietzsch, Jochen Szendrej

Mannschaftsverantwortlicher: Karl-Heinz Scholz